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Der frühere Bundesvorsitzende der Arbeitnehmerorganisation AUB, Wilhelm Schelsky vor Gericht. 

Ex-AUB-Chef

Nürnberger Gericht verhandelt erneut im Fall "Schelsky"

Nürnberg - Sechs Jahre nach dem Urteil im sogenannten Siemens-AUB-Prozess beschäftigt der Fall „Schelsky“ seit Montag erneut das Landgericht Nürnberg. Es muss noch einmal über das Strafmaß entscheiden.

Nürnberg - Sechs Jahre nach dem Urteil im sogenannten Siemens-AUB-Prozess verhandelt das Landgericht Nürnberg-Fürth seit Montag erneut den Fall „Schelsky“. In dem Verfahren muss die 12. Strafkammer allerdings nur noch über das Strafmaß befinden. Der gesamte Fall werde dabei nicht mehr aufgerollt, hatte ein Gerichtssprecher im Vorfeld betont.

Eine Korrektur der Strafhöhe hatte im Oktober 2010 der Bundesgerichtshof verlangt. Die Karlsruher Bundesrichter hatten damit einem Revisionsantrag des früheren Chefs der Arbeitnehmerorganisation AUB, Wilhelm Schelsky, in Teilen stattgegeben.

Schelsky war im November 2008 nach einem mehrwöchigen Prozess zu vier Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Neben den strafrechtlichen Aspekten hatte der Fall vor allem wegen seiner gewerkschaftspolitischen Dimension bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Das Landgericht Nürnberg-Fürth hatte es seinerzeit als erwiesen angesehen, dass Schelsky im Siemens-Auftrag mit verdeckten Millionenzahlungen mit der AUB eine Gegengewerkschaft zur IG Metall aufgebaut hatte.

Der heute 66-Jährige lebt inzwischen in Greifswald und betreibt dort nach eigenen Angaben ein Restaurant.

dpa

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