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Im Nürnberger Justizpalast sollen ab Februar verstärkte Kontrollen für mehr Sicherheit sorgen.

Sicherheitskontrollen am Justizpalast steigen

Nürnberg - Das tödliche Drama am Dachauer Amtsgericht zieht Veränderungen nach sich. Im Nürnberger Justizpalast werden verstärkte Kontrollen eingeführt. Kein Besucher soll ausgelassen werden.

Nach den tödlichen

Schüssen im Dachauer Amtsgericht

werden im Nürnberger Justizpalast an diesem Mittwoch (1. Februar) umfangreiche Kontrollmaßnahmen eingeführt. Das Sicherheitskonzept sei schon vor längerer Zeit erarbeitet worden, berichtete die Nürnberger Justizpressestelle am Dienstag. Bayerns Justizministerin Beate Merk (CSU) hatte als Konsequenz der Dachauer Tat eine Ausweitung der Sicherheitsmaßnahmen bei den Amts- und Landgerichten angekündigt. Am Dienstag wollte sie dem Ministerrat ihre entsprechenden Pläne vorstellen. In Dachau hatte vor wenigen Wochen ein Angeklagter während der Urteilsverkündung den Staatsanwalt erschossen.

Strenge Kontrollen gibt es bislang nur in wenigen Gerichtsgebäuden im Freistaat. So werden im Münchner Strafjustizzentrum alle Besucher durchsucht wie im Flughafen. Ähnlich umfassende Maßnahmen gibt es beispielsweise auch in Augsburg und Regensburg; die Nürnberger Justiz zieht nun nach. Es werde eine “lückenlose Eingangskontrolle des gesamten Publikumsverkehrs durch fest installierte Detektorrahmen und Gepäckscanner“ geben, berichtete der Gerichtssprecher.

Täglich seien davon rund 1000 Besucher des Amt- und Landgerichtes, des Oberlandesgerichts und der Staatsanwaltschaft betroffen. Sie können künftig nur noch durch den Haupteingang in den Justizpalast gehen, zwei Nebeneingänge stehen für die Öffentlichkeit dann nicht mehr zur Verfügung. Für die Kontrollen werden ständig etwa neun Justizwachtmeister benötigt. Für die Geräte wie Detektorrahmen und Handscanner wurden rund 200.000 Euro ausgegeben.

lby

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