Jetzt vor Gericht

Taxiunternehmer: Betrug im großen Stil

Nürnberg - Weil ein Taxiunternehmer Fiskus und Sozialversicherung nicht so ernst genommen hat, landete er jetzt vor Gericht. Der Schaden: Mehrere hunderttausend Euro.

Die Hälfte des Tagesumsatzes landete als Schwarzgeld in der Tasche: Weil ein Nürnberger Taxiunternehmer Fiskus und Sozialversicherung so um mehrere hunderttausend Euro prellte, hat das Amtsgericht Nürnberg den Mann nun zu zwei Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Der 55 alte Nürnberger habe seine rund 30 Mitarbeiter angewiesen, am Ende ihrer Schicht die Hälfte des Tagesumsatzes als Schwarzlohn zu entnehmen, teilte das Hauptzollamt Nürnberg am Dienstag mit.

Lediglich für die anderen 50 Prozent der Einnahmen entrichtete der Geschäftsmann, der in Nürnberg insgesamt vier Taxiunternehmen betrieb, die Steuern und Sozialabgaben ordnungsgemäß. Dabei prellte er die Sozialversicherung um rund 550 000 Euro; am Finanzamt schleuste er rund 200 000 Euro vorbei. Das Amtsgericht verurteilte ihn wegen Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt sowie wegen Steuerhinterziehung. Zudem muss der Taxiunternehmer den entstandenen finanziellen Schaden begleichen.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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