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Nach dem Winterschlaf verschollen

Nürnberger Zoo: Präriehunde immer noch verschwunden

Nürnberg - Das Schicksal der verschwundenen Präriehunde-Kolonie im Nürnberger Tiergarten ist weiter unklar. Auch drei Wochen nach der Entdeckung des Verlustes gebe es keine Erkenntnisse über den Verbleib der verspielten Nager.

„Bisher hatten wir keinen ausreichend großen Bagger zur Verfügung, mit dem wir das frühere Gehege der Präriehunde hätten tief genug untersuchen können“, sagte der stellvertretende Tiergartendirektor Helmut Mägdefrau der Deutschen Presse-Agentur.

Der Tiergarten fühle sich da auch nicht unter Zeitdruck. „Das eilt nicht, weil es da ja nichts zu entscheiden gibt“, sagte Mägdefrau.

Ein Ende Mai eingesetzter Kleinbagger war beim Aufgraben des Areals nicht fündig geworden. Mägdefrau hatte daraufhin angekündigt, man wolle das verzweigte Gangsystem mit einem größeren Bagger offenlegen. Der nahe Verwandte des Murmeltiers ist 30 bis 35 Zentimeter lang. Die Gänge reichen bis in eine Tiefe von fünf Metern.

Die zehn Tiere der bei Zoobesuchern beliebten Präriehunde-Kolonie waren nach dem Ende des Winterschlafs im April nicht wieder im Gehege aufgetaucht. „Was in den vier Monaten Winterschlaf passiert ist, wissen wir nicht“, hatte Mägdefrau seinerzeit erklärt. Entweder seien sie an einer von Mäusen übertragenen Nagerkrankheit gestorben oder Opfer von Iltissen geworden. Möglich sei auch, dass ihnen in den Wintermonaten Kälte oder Nässe zugesetzt haben.

dpa

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