OB-Kandidat nach Millionenbetrug auf der Flucht

Schwandorf - Seit fast zwei Jahren ist ein ehemaliger CSU-Kommunalpolitiker aus der Oberpfalz nach einem mutmaßlichen Millionenbetrug auf der Flucht. Nun hat die Kripo ein neue Spur.

Der 44 Jahre alte Steuerberater war im März 2008 Oberbürgermeister-Kandidat in Schwandorf und ist nach der verlorenen Wahl untergetaucht. Es gebe Hinweise, dass sich der Mann im Raum München oder woanders in Oberbayern verstecke, teilte die Regensburger Polizei am Montag mit.

Nach den bisherigen Ermittlungen soll der 44-Jährige einen Unternehmer und eine Regensburger Bank durch Finanzmanipulationen um mehrere Millionen Euro betrogen haben. Nach dem Mann wird auch im Ausland mit internationalem Haftbefehl gesucht. Die Ermittler der Regensburger Kripo und des Bayerischen Landeskriminalamtes hatten zwar bisher schon zahlreiche Spuren verfolgt, der frühere OB-Kandidat blieb aber verschwunden.

Der Kommunalpolitiker lebte bis zu seinem Verschwinden in Schwandorf und hatte eine Steuerkanzlei in München. Bei der letzten Kommunalwahl holte er als CSU-Kandidat in der Oberpfälzer Kreisstadt rund 40 Prozent der Stimmen, er unterlag allerdings Amtsinhaber Helmut Hey (SPD).

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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