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In diesem Haus wurden die beiden Senioren ermordet.

Brief gefunden

Obduktion bestätigt: Mutmaßlicher Doppelmörder erhängte sich

Straubing – Das Obduktionsergebnis ist eindeutig: Der mutmaßliche Doppelmörder von Rott am Inn (Kreis Rosenheim), der tot in der forensischen Klinik Straubing gefunden wurde, hatte sich erhängt.

Todesursache seien die Folgen der Strangulation, sagte Oberstaatsanwalt Klaus Dieter Fiedler am Dienstag in Straubing. „Anhaltspunkte für Gewalteinwirkung durch Fremde haben sich nicht ergeben.“ Im Zimmer des Mannes war außer seiner Leiche auch ein Brief gefunden worden. Ob der 25-Jährige darin seinen Suizid ankündigte, wollte die Ermittlungsbehörde zunächst nicht mitteilen.

Die Kripo interessiert sich nun für die Art der Unterbringung des Mannes in der Klinik. Nur so könne beurteilt werden, ob sich Anhaltspunkte für ein mögliches Fehlverhalten des Personals ergeben, erläuterte der Oberstaatsanwalt. Derzeit sei dies nicht der Fall. Auch das Amt für Maßregelvollzug im Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) leitete als Aufsichtsbehörde eine Prüfung des Falles ein. Eine Stellungnahme der Klinik liege vor. Dazu seien aber vor Abschluss der Ermittlungen keine Auskünfte möglich, wurde mitgeteilt.

Der Mann soll Ende Februar in einem Mehrfamilienhaus in Rott am Inn eine 66 Jahre alte Frau und einen 73 Jahre alten Mann erstochen haben. Die Bewohner hatten sich über wiederholte Lärmbelästigung durch den 25-Jährigen beschwert. Drei Wochen vor der Tat war der mutmaßliche Täter aus einer psychiatrischen Klinik ausgebrochen.

dpa

Berichterstattung bei Suizid

Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die Telefonseelsorge unter der Nummer: 0800-1110111. Hilfe bietet auch der Krisendienst Psychiatrie für München und Oberbayern unter 0180-6553000. Weitere Infos finden Sie auf der Webseite www.krisendienst-psychiatrie.de.

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