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Oberallgäu: Lage, Geschichte, Wirtschaft und Politik und schöne Radtouren im südlichsten Landkreis Deutschlands

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Sonthofen im Allgäu
Sonthofen im Allgäu © Peter Widmann / IMAGO

Oberallgäu – Wissenswertes zur Lage, Geschichte, Wirtschaft und Politik sowie Infos zu den Sehenswürdigkeiten des südlichsten Landkreises der Bundesrepublik Deutschland.

Sonthofen – Die südlichste Stadt Deutschlands liegt am Nordrand der Allgäuer Alpen und verkörpert eine von zwei Städten im Landkreis Oberallgäu. Sonthofen dehnt sich als Mittelstadt mit 21.619 Einwohnern über eine Fläche von 46,6 Quadratkilometern aus; die Kleinstadt Immenstadt im Allgäu hat 14.314 Einwohner und umfasst 81,43 Quadratkilometer (Stand Dezember 2019). Als Kreisstadt ist Sonthofen der Verwaltungssitz des schwäbischen Landkreises Oberallgäu im Freistaat Bayern.

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Oberallgäu – Einwohner, Gliederung und Lage des Landkreises

Der Landkreis Oberallgäu nimmt als südlichster Landkreis Deutschlands mit 156.008 Einwohnern (Stand Dezember 2019) eine Fläche von 1.528 Quadratkilometern ein. Damit weist er eine Bevölkerungsdichte von 102 Einwohnern je Quadratkilometer auf und ist der fünftgrößte Landkreis in Bayern. Er gliedert sich in 28 kreisangehörige Gemeinden und besitzt mit dem Kempter Wald ein gemeindefreies Gebiet. Inmitten des Landkreises liegt die kreisfreie Stadt Kempten, die als zweitgrößte Stadt des bayerischen Regierungsbezirks Schwaben als Ober-, Schul- und Verwaltungszentrum der Planungsregion Allgäu fungiert.

Das Landschaftsbild innerhalb des Landkreises wird durch seine Lage am Alpenrand bestimmt. Den niedrigsten Punkt markiert die Staustufe Fluhmühle in Altusried mit einer Seehöhe von 622 Metern; die höchste Erhebung ist mit 2.649 Metern über dem Meeresspiegel die Hochfrottspitze in den Allgäuer Alpen. Der Landkreis Oberallgäu liegt im Südwesten des Freistaats Bayern an der Grenze zu den österreichischen Bundesländern Vorarlberg und Tirol und gehört dem Regierungsbezirk Schwaben an. Er grenzt – von Westen nach Osten - an die Landkreise Lindau (Schwaben), Ravensburg (Baden-Württemberg), Unterallgäu (Schwaben) und Ostallgäu (Schwaben).

Landkreis Oberallgäu – die Eckdaten seiner Geschichte

Der Landkreis Oberallgäu besteht in seiner heutigen Form seit der Gebietsreform in Bayern von 1972, als die Altlandkreise Sonthofen und Kempten (Allgäu) zusammengeschlossen wurden. Gleichzeitig wurden die Gemeinden Sankt Mang und Sankt Lorenz des Landkreises Kempten in die gleichnamige kreisfreie Stadt eingegliedert. Dem Landkreis gingen Bezirksämter und diesen wiederum Landgerichte zuvor:

Die Einwohnerzahl im Landkreis Oberallgäu wuchs zwischen 1988 und 2018 um 19 Prozent, von 130.054 auf 155.362.

Landkreis Oberallgäu – seine Wirtschaft im Überblick

Der Landkreis Oberallgäu gilt als Wirtschaftsraum mit einer hohen Lebensqualität und einem attraktiven kulturellen Angebot. Nah an den Wirtschaftsregionen München, Stuttgart und Bodensee gelegen, in unmittelbarer Nachbarschaft zu Österreich und der Schweiz, zeichnet er sich durch eine gute Erreichbarkeit aus. Die Anbindung erfolgt mit dem Auto über die Autobahnen A 7 und A 96 sowie die Bundesstraßen B12, B308 und B309. Der nächstgelegene Flughafen ist der Allgäu Airport Memmingen; die Deutsche Bahn bietet Direktverbindungen von Hauptbahnhöfen in ganz Deutschland an.

Bedeutende Wirtschaftszweige und Unternehmen

Für die Wirtschaft des Landkreises Oberallgäu spielen die Milchwirtschaft, der Tourismus, der Maschinenbau, das Verpackungsgewerbe und die Ernährungswirtschaft eine wesentliche Rolle. Das breite Studienspektrum der Hochschule für angewandte Wissenschaften in der kreisfreien Stadt Kempten trägt ebenfalls zu seinem Wirtschaftsleben bei. 50,3 Prozent der Gesamtfläche des Landkreises Oberallgäu werden als landwirtschaftliche Flächen genutzt; die meisten Beschäftigten verzeichnet jedoch das produzierende Gewerbe.

Die Arbeitslosenquote lag 2020 aufgrund der vielfältigen Strukturen und der ausgewogenen Mischung aus Landwirtschaft, Tourismus, Industrie und Handwerk bei vergleichsweise niedrigen 2,6 Prozent. In Bayern lag sie im selben Jahr bei 3,6 Prozent, in Deutschland bei 5,9 Prozent.

Landkreis Oberallgäu – seine landschaftlichen Sehenswürdigkeiten

Von den Wäldern und Seen im Voralpenland bis zu den Gipfeln, Schluchten und Bergseen der Allgäuer Alpen: Der Landkreis Oberallgäu zieht als Urlaubsregion mit seiner Naturschönheit in den Bann. Diese lässt sich bei Wanderungen, Berg- und Skitouren sowie entlang des gut ausgebauten Radwegenetzes erkunden.

Die schönsten Radtouren durch den Landkreis Oberallgäu

Drei der Strecken – der Iller-Radwanderweg, der Bodensee-Königssee-Radweg und der Allgäu-Radweg – stellen zugleich Abschnitte von Fernradwegen dar.

Wanderer kommen im Landkreis Oberallgäu ebenfalls auf ihre Kosten. Die Breitachklamm bei Oberstdorf zählt zu den imposantesten und tiefsten Felsenschluchten Mitteleuropas; sie schlängelt sich eineinhalb Kilometer durch den Kalkstein und beeindruckt als Naturdenkmal.

Oberallgäu – Wissenswertes zur Politik des Landkreises

Landrätin des Landkreises Oberallgäu und erste Frau in diesem Amt ist die deutsche Kommunalpolitikerin Indra Baier-Müller der Kleinpartei Freie Wähler. Sie löste im Mai 2020 ihren Vorgänger Anton Klotz (CSU) ab. Als ihr Stellvertreter fungiert Roman Haug (Freie Wähler), der im Mai 2020 in die Fußstapfen von Alois Ried (CSU) trat. Der Kreistag setzt sich aus 70 Sitzen zusammen, die bei der Wahl 2020 wie folgt verteilt wurden: 24 gingen an die CSU, 16 an die Freien Wähler (FW), 14 an die Grünen, fünf an die Liste Junges OberAllgäu (LJOA) und drei an die SPD. Je zwei Sitze erhielten folgende Parteien: die ÖDP/Unabhängige Bürger, die FDP, die AfD und das Bürgerbündnis Oberallgäu.

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