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Oberbayern gilt als Heimat der Spitzenverdiener.

Oberbayern: Heimat der Spitzenverdiener

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München - Mindestens eine Million Euro im Jahr verdienen – das wär schon was. In Bayern haben das zuletzt genau 3472 Menschen geschafft. Mehr als die Hälfte von ihnen lebt in Oberbayern.

Alle drei Jahre forstet das Bayerische Landesamt für Statistik die Einkommensteuerstatistik durch und forscht nach Einkommens-Millionären. Die neuesten Zahlen, die nun für das Jahr 2007 vorliegen, offenbaren 3472 Bayern, deren Gesamtbetrag der Einkünfte mindestens eine Million Euro betrug. Das sind, so berichtete das Landesamt gestern, 1442 oder 71 Prozent mehr als noch drei Jahre zuvor.

Allerdings: 2008 schlug die Wirtschaftskrise durch. Wie viele Einkommens-Millionäre diese Krise in Bayern überstanden haben, verrät die Statistik noch nicht. Diese Zahlen werden erst in drei Jahren vorliegen. Zu beachten ist auch: Zusammen veranlagte Ehegatten werden als ein Steuerpflichtiger gezählt.

Die jüngsten vorliegenden Zahlen spiegeln „den konjunkturellen Aufschwung nach 2003 wider, der in den Jahren 2006 und 2007 sein Maximum erreichte“, so das Landesamt. Im Schnitt kamen die Einkommens-Millionäre 2007 auf einen Gesamtbetrag der Einkünfte von fast 3,1 Millionen Euro. Immerhin entrichteten die Großverdiener mit insgesamt 3,8 Milliarden Euro 9,8 Prozent der Lohn- und Einkommensteuer in Bayern. Nicht verwunderlich ist, dass nach wie vor mehr als die Hälfte der Einkommens-Millionäre im schönen Oberbayern daheim sind. 2007 waren es exakt 1928 – das sind sage und schreibe 55,5 Prozent. Oder anders ausgedrückt: Auf 10 000 Einwohner kommen in Oberbayern 4,5 Großverdiener. 393 (11,3 Prozent) der Spitzenverdiener sind im Regierungsbezirk Mittelfranken zuhause und 374 (10,8 Prozent) in Schwaben.

Niederbayern und die Oberpfalz sind nicht gerade die gesuchten Regionen der Großverdiener – hier liegt der Prozentsatz gerade einmal bei 5,2 Prozent. Auch Oberfranken mit 5,6 Prozent befindet sich im unteren Drittel der Statistik. Fehlt unter den sieben Regierungsbezirken nur noch Unterfranken, das sich mit 6,4 Prozent aber auch nur minimal von den direkten Nachbarn absetzen kann.

Die meisten der oberbayerischen Finanzgrößen haben sich übrigens in der Landeshauptstadt oder im Landkreis München niedergelassen (1131). Die höchste Millionärsdichte gibt es weiterhin im Landkreis Starnberg mit 14,1 je 10 000 Einwohner (in absoluten Zahlen sind das 183 Personen). Es folgen der Landkreis München mit 9,6, der Landkreis Miesbach mit 8,1 (77 Einkommensmillionäre) und die Stadt München mit 6,3 Spitzenverdienern je 10 000 Einwohner – in der Landeshauptstadt gibt es 827 Menschen, die 2007 mehr als eine Million Euro verdient haben.

Bestverdiener leben aber auch gerne in den Landkreisen Rosenheim (65), Bad Tölz-Wolfratshausen (52) oder Weilheim-Schongau (41). Oberbayerisches Schlusslicht ist der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen – hier leben „nur“ 12 Einkommens-Millionäre.

Hochgerechnet auf die Einwohnerzahl bildet aber der Landkreis Dachau das Ende der Tabelle ab: Unter 10 000 Einwohner gibt es hier lediglich 1,1 Spitzenverdiener (insgesamt leben hier 15 Gutbetuchte). Der benachbarte Landkreis Fürstenfeldbruck kann hier deutlich mehr in die Statistik einbringen: Im Landkreis leben unter den 201 148 Einwohnern 42 Einkommens-Millionäre.

Von Claudia Möllers

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