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Der Chefgeologe des Landesamtes für Umwelt, Roland Eichhorn, sitzt im Frankenwald bei Presseck an einem freigelegten Kalkstein, auf dem Fossilien von "Kelchtieren", sogenannte Archaeocyathen, gefunden wurden. Rechts ist eine Zeichnung in großer Darstellung des Fossils zu erkennen, links der Querschnitt davon. Die versteinerten Meerestiere sind ca 520 Millionen Jahre alt somit älter als alle bisher in Bayern gefundenen Fossilien.

Tiere lebten vor 520 Millionen Jahren

Älteste Fossilien Bayerns gefunden

Schwarzenbach - In einem Geotop in Oberfranken wurden nun versteinerte Kelchtiere gefunden. Sie lebten vor 520 Millionen Jahren. Es sind die ältesten Fossilien, die bislang in Bayern entdeckt wurden.

Die bislang ältesten Fossilien Bayerns haben Forscher in einem abgelegenen Geotop in Oberfranken entdeckt. Wie Roland Eichhorn vom Landesamt für Umwelt am Donnerstag in Schwarzenbach am Wald erläuterte, handelt es sich um versteinerte Kelchtiere (Archaeocyathen), die vor rund 520 Millionen Jahren lebten. Die Fossilien sind damit fünf Millionen Jahre älter als alle bislang in Bayern gefundenen.

Ein kleiner Teil soll zu Forschungszwecken vorsichtig freigelegt, der größere Teil allerdings vor Ort erhalten werden: Umweltminister Marcel Huber (CSU) kündigte in München an, das Geotop im Frankenwald als neues Naturdenkmal schützen zu wollen. Es handele sich um ein einzigartiges Fenster in die Erdgeschichte, betonte Huber. Ähnliche Versteinerungen mit diesem Alter seien in Deutschland bisher nur in der Nähe von Leipzig gefunden worden.

dpa

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