In Oberstdorf sind zwei Bergsteiger von einer Lawine mitgerissen worden.
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In Oberstdorf sind zwei Bergsteiger von einer Lawine mitgerissen worden. (Symbolbild)

Zwei Rettungshubschrauber im Einsatz

Unfall im Allgäu: Zwei Bergsteiger werden von Lawine mitgerissen - und stürzen Felswand hinab

  • Thomas Eldersch
    vonThomas Eldersch
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Zwei Bergsteiger lösten bei ihrer Wanderung oberhalb des Gaisalpsees bei Oberstdorf eine Lawine aus. Sie wurden von ihr mitgerissen und über eine Klippe geschleudert.

Oberstdorf - Die Bergwacht Bayern rückte am Mittwochnachmittag in Oberstdorf im Allgäu zu einem größeren Einsatz aus. Zwei Bergsteiger wurden von einer Lawine erfasst und mitgerissen. Zur Rettung der Unfallopfer wurden gleich zwei Hubschrauber eingesetzt.

Lawinenunglück bei Oberstdorf: Zwei Bergsteiger stürzen von Felswand

Die Rettungsleitstelle informierte die Bergwacht Oberstdorf am Mittwochnachmittag, dass oberhalb des Gaisalpsees eine Nassschneelawine abgegangen war. Ein Bergsteiger hatte beobachtet, dass zwei Personen beim Abstieg das Schneebrett ausgelöst haben und von ihr mitgerissen wurden. Die beiden Männer wurden dabei über eine 30 Meter hohe Felswand gedrückt und stürzten in die Tiefe. Hier wurden sie von den herabstürzenden Schneemassen verschüttet, schreibt die Bergwacht in einer Pressemitteilung.

Die Einsatzleitung schickte zur Rettung der Bergsteiger als erstes einen Notarzt mit dem Rettungshubschrauber Christoph 17 los. Als dieser dort eintraf, hatte eine weitere Person bereits eines der Unfallopfer ausgegraben. Der Notarzt stellte bei dem Mann einen Herz-Kreislaufstillstand fest. Umgehend versuchte er den Bergsteiger wiederzubeleben. Derweil flog der Rettungshubschrauber vier weitere Bergretter zur Unfallstelle. Die gruben dann auch den zweiten Mann aus und versorgten ihn.

Lawinenunglück bei Oberstdorf: Zwei Schwerstverletzte in Klinik geflogen

Die Versorgung des zweiten Patienten erwies sich direkt am Berg als schwierig. Außerdem war ein längerer Aufenthalt in dem Gebiet aufgrund der Lawinengefahr zu groß. Daher entschieden sich die Retter dazu, den Mann mit dem Hubschrauber ins Tal zu fliegen. Dort wurde er in einen weiteren Helikopter verladen und in eine Klinik nach Reutte geflogen. Währenddessen gelang die Reanimation des ersten Unfallopfers. Er konnte intubiert und stabilisiert ebenfalls in ein Klinikum geflogen werden. Beide Männer erlitten bei ihrem Sturz schwerste Verletzungen. Insgesamt waren an dem Einsatz sieben Bergretter aus Oberstdorf, zwei Rettungshubschrauber und der Landrettungsdienst beteiligt. (tel)

Im Landkreis Rosenheim verunglückte ein Gleitschirmflieger und musste ebenfalls von der Bergwacht geborgen werden. Für ihn kam jedoch jede Hilfe zu spät.

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