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9-Euro-Ticket: Merkur-Redakteure verraten Schätze in Bayern, die Sie erkunden sollten

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Für wenig Geld in die Ferne? Ab dem 1. Juni geht das mit dem 9-Euro-Ticket, das für Zugverbindungen im Nah- und Regionalverkehr gilt
Für wenig Geld in die Ferne? Ab dem 1. Juni geht das mit dem 9-Euro-Ticket, das für Zugverbindungen im Nah- und Regionalverkehr gilt. © IMAGO/Zoonar

Ab 1. Juni (Mittwoch) gilt das 9-Euro-Ticket für Bayern und ganz Deutschland. Unsere Redakteure verraten Tipps, welche Reisen sich jetzt besonders lohnen.

München - Deutschland ist verzückt: Zwischen Juni und August 2022 ist es möglich, für ein Monatsticket in Höhe von 9 Euro quer durch die Republik - und darüber hinaus - zu reisen. Auch wenn das Billett nicht für die überregionalen Züge wie ICE oder IC gilt: Wer ein bisserl Zeit mitbringt, wird reich belohnt. Fragt sich nur: wohin? Weil nicht jeder unbegrenzt Zeit hat, stellen wir hier vor allem Ziele in Bayern vor: 15 unserer Redakteure geben Tipps, für welche traumhafte Reise sich von München aus nun endlich einmal die (günstige) Möglichkeit ergibt:

9-Euro-Ticket in Bayern: Bamberg ist Klein-Venedig

Haben Sie Lust auf Venedig, aber keine Zeit für eine Reise nach Italien? Steigen Sie in München in den Zug und knapp drei Stunden und einen kleinen Fußmarsch später sind Sie da – in der Miniatur-Ausgabe: Klein-Venedig in Bamberg. Der Blick auf die bunten Fachwerkhäuschen mit den schiefen Dächern von der zauberhaften Rathausbrücke aus ist wundervoll. Und bevor Sie wieder abreisen, müssen Sie einen lauen Sommerabend auf dem Spezial-Keller genießen – das ist einer der legendären Biergärten auf den Hügeln der fränkischen Universitätsstadt. Keine Sorge: Es gibt dort nicht nur Rauch. (CARINA ZIMNIOK).

9-Euro-Ticket in Bayern: Ein Römermuseum in Weißenburg

Fahren Sie nach Weißenburg! Nie gehört? Es ist in Westmittelfranken, das Römermuseum ist eine Sensation – und vor allem auch am Wochenende menschenleer. Aus der Wülzburg hoch über der Stadt (eine Stunde Fußmarsch) floh 1918 der französische Kriegsgefangene Charles de Gaulle. Ansonsten: schmale Gassen, viel Fachwerk und noch mehr Eisdielen. Eltern mit Kinderwagen und gehbehinderten Menschen ist von der Reise abzuraten – der Bahnhof ist nicht barrierefrei. (DIRK WALTER)

9-Euro-Ticket in Bayern: Ein lachender Engel in Regensburg

Für zwei Skulpturen in Kirchen würde ich auch, leicht übertrieben, 1000 Kilometer weit laufen, um sie zu sehen. Die eine ist die Uta von Naumburg in Sachsen-Anhalt, die andere ist ein bisserl näher. Der „Lachende Engel“ im Regensburger Dom, in der für mich schönsten Stadt Bayerns. Ob Rathaus mit Immerwährendem Reichstag oder Schottenkirche, ob Steinerne Brücke oder Biergarten an der Donau: Die Stadt mit ihren atemberaubenden mittelalterlichen Geschlechtertürmen und dem Taxis-Schloss nebst Kirche und Krypta ist ganz und gar einmalig. (MATTHIAS BIEBER)

9-Euro-Ticket in Bayern: Ein Gin-Schwips in Kufstein

Knapp anderthalb Stunden mit dem Meridian dauert die Fahrt von München nach Kufstein. Auf österreichischer Seite gilt das 9-Euro-Ticket zwar nicht mehr für den Nahverkehr, doch die Stadt ist als Fußgänger problemlos zu bewältigen. Der Panorama-Aufzug zur sehenswerten Festungsanlage ist in der Eintrittskarte dabei, trotzdem lohnt es sich, den Weg wenigstens in eine Richtung zu Fuß zu unternehmen. Das legendäre Gasthaus Auracher Löchl lassen wir dank zahlreicher kulinarischer Alternativen in der Innenstadt den Tag über links liegen – mehr lohnt der Besuch am Abend. Dann offeriert die zugehörige Bar „Stollen 1930“ in kultiger Höhlen-Atmosphäre über 850 Gin-Sorten. Wie gut, dass wir mit dem Zug und nicht mit dem Auto angereist sind. (JOSEF AMETSBICHLER)

9-Euro-Ticket in Bayern: Wandern im Bäder-Dreieck

Als kleiner Steppke durfte ich immer Oma und Opa zur Kur begleiten. Da lernte ich es schätzen, das Bäderdreieck in Niederbayern. Nicht wegen der Kuren, wegen des Badespaßes! Es gibt dort auch herrliche, kinderfreundliche Wanderungen. Preiswert ist hier nicht nur das 9-Euro-Ticket: Ab dem idyllischen Bahnhof in Karpfham gibt’s einen Bäderbus (kostenlos) zum Bad Griesbacher Stadtplatz. Und dann ist es nur ein Katzensprung in die Freibadwelt der Therme. (OLIVER MENNER)

Mit dem 9-Euro-Ticket von Regensburg quer durch Deutschland? Das ist für jeden bald möglich - allerdings wird je nach Reiseziel Geduld nötig sein.

9-Euro-Ticket in Bayern: Traumhafte Kulisse und ein Cocktail

Ach, Salzburg, keine zwei Zugstunden von München entfernt, ist so kitschig schön – und immer einen Ausflug wert. Ein Spaziergang durch die Altstadt unterhalb der Festung führt durch romantische Gasserl und zu prunkvollen Plätzen. Eine Rast im Café Tomaselli, dem ältesten Kaffeehaus der Stadt, ist jede süße Verführung wert. Gestärkt geht es zu einem traumhaften Ausblickspunkt über Mozarts Heimatstadt – dem Kapuzinerberg. Ein Aufstieg über 250 Stufen lohnt sich und bietet eine fabelhafte Fotokulisse. Der Sonnenuntergang lässt sich mit einem kühlen Cocktail auf der stylishen Dachterrasse vom Hotel Stein genießen. (FELICITAS BOGNER)

9-Euro-Ticket in Bayern: Märchenhaftes Dinkelsbühl

Wer hat die schönste Altstadt Deutschlands? Passau? Regensburg? Die Stadt Dinkelsbühl haben wohl die wenigsten auf dem Schirm, und doch hat der „Focus“ dem fränkischen Ort im Wörnitztal diesen Titel verliehen. Und wer schon mal dort war, sagt: mit Recht. Dinkelsbühl glänzt mit einem Ortskern, der die Besucher an Märchen erinnert, mit steilen Giebeln, Fachwerk, romantischen Gässchen. Und 16 Türme wachen über die frühere Reichsstadt. Besonders empfehlenswert außer den Rundgängen durch die Stadt: das Haus der Geschichte. (MARKUS CHRISTANDL)

9-Euro-Ticket in Bayern: Eine Insel wie am Meer

Stolz thront ein Löwe über dem Hafen. Gegenüber steht ein imposanter 36 Meter hoher Leuchtturm. Wer hier in Lindau am Ostufer des Bodensees steht, fühlt sich wie am Meer. Wären da nicht die Berge im Hintergrund und der Bayerische Löwe aus Kelheimer Sandstein. Die Insel will erkundet werden. Eine Altstadt mit verwinkelten Gassen, mittelalterlichen Gebäuden, Parks und Prachtvillen machen den mediterranen Flair perfekt. Auch die Zugfahrt punktet mit Panoramablicken: Wer die südliche Route über Kempten wählt, fährt durch das schöne Allgäu – direkt am Alpsee entlang. (CORNELIA SCHRAMM)

9-Euro-Ticket in Bayern: Der Ausstellung hinterherreisen

Schuld war das Bier. Wäre ich je nach Aldersbach, diese hübsche kleine Gemeinde im Landkreis Passau, gereist, hätte dort nicht die Bayerische Landesausstellung 2016 zur Schau über „Bier in Bayern“ geladen? Oder Ingolstadt: Damit verband ich immer nur das Ausfahrtsschild an der A9, Audi und Outletcenter – bis 2015, als die Landesausstellung im dortigen imposanten Neuen Schloss von „Napoleon und Bayern“ erzählte. Kurzum: Ich bin nicht allein wegen der breiten Themenvielfalt seit Jahren ein Fan der Landesausstellung, sondern auch wegen der Orte, an die man dadurch einmal reist. In diesem Jahr geht’s ins mittelfränkische Ansbach. Bis 6. November heißt es da: „Typisch Franken?“. (KATJA KRAFT)

9-Euro-Ticket in Bayern: Klein-Salzburg an der Altmühl

Im Altmühltal liegt die uralte Bischofsstadt Eichstätt. Mit gerade mal 14 000 Einwohnern überrascht das Städtchen mit einem Dom, einer Uni und einer sehenswerten Altstadt. Dort kann man den gotischen Dom bewundern sowie die barocken Gotteshäuser der Klosterkirche St. Walburg, der Schutzengelkirche oder der ehemaligen Dominikanerkirche. Ein sehenswertes Museum mit Saurier-Fossilien gibt es in der Willibaldsburg – einer Festung über den Dächern der Stadt, die Eichstätt wie ein Mini-Salzburg wirken lässt. (JOHANNES WELTE)

Charlotte und Lucas haben ihr 9-Euro-Ticket schon. Sie werden im Juni zum Günstig-Tarif kreuz und quer durch die Republik fahren
Charlotte und Lucas haben ihr 9-Euro-Ticket schon. Sie werden im Juni zum Günstig-Tarif kreuz und quer durch die Republik fahren. © Klaus Haag

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9-Euro-Ticket in Bayern: Der Lech hat eine Chance verdient

Es muss nicht immer die Isar sein: Ein Spaziergang am Lech ist mindestens genauso schön. Besonders, wenn der Weg durch den Wildpark Pössinger Au in Landsberg am Lech führt. Der ist vom Bahnhof aus in einem halbstündigen Spaziergang zu erreichen. Dort gibt es jede Menge zu erleben: einen Naturlehrpfad, ein Kneippbecken mit Barfußweg, einen Wasserspielplatz – und Rehe und Wildschweine. Eine Einkehrmöglichkeit im Gasthaus „Teufelsküche“ gibt es auch – natürlich mit Lech-Blick. (KATRIN WOITSCH)

9-Euro-Ticket in Bayern: Eine Schönheit in Schwaben

Für den überzeugten Oberbayern ist das schwäbische Augsburg eine „verbotene Stadt“. Doch schafft es nicht den Reiz besonderer Gemeinheit, wenn man ihr zeigt, dass man nur kommt, weil’s gerade so billig ist? Okay, es gibt natürlich schon einige Sehenswürdigkeiten mit Reiseführer-Potenzial: die Sozialsiedlung Fuggerei, die Kahnfahrt, die Freilichtbühne, die Puppenkiste mitsamt Museum, die Olympia-Kanustrecke, das Textilviertel, die in einem James-Bond-Film erwähnte Annakirche. Mittendrin im Schönen auch das, worüber der Augschburger sich aktuell aufregt: das „Klimacamp“ junger Aktivisten neben dem Rathaus. Doch wer mit dem Zug gekommen ist, darf sich ja auch als Klimafreund fühlen. (GÜNTER KLEIN)

9-Euro-Ticket in Bayern: die Alternative zum Königsschloss

Es muss nicht immer Neuschwanstein sein: In der Nähe von Füssen können sich große und kleine Abenteurer in den Burgruinen Eisenberg und Hohenfreyberg austoben. Knapp zwei Stunden dauert die Fahrt mit der Bayerischen Regiobahn von München bis zum Bahnhof Weizern-Hopferau, der eine Station vor Füssen liegt. Eine kurze, gut beschilderte Wanderung von knapp drei Kilometern später erreichen Sie die Burgen, die kostenlos zugänglich sind und neben dem mystischen Flair vergangener Jahrhunderte auch eine herrliche Aussicht in die Alpen bieten. Ein Besuch am Hopfensee bietet sich ebenfalls an – oder ein Abstecher in die mittelalterliche Altstadt von Füssen. (KATHRIN BRACK)

9-Euro-Ticket in Bayern: Mittelalter-Flair mit Maultaschen

Einmal kurz ins Mittelalter und wieder zurück. Das geht ganz einfach mit einer Bahnfahrt nach Esslingen am Neckar. Die Stadt nahe Stuttgart hat eine Altstadt, die einen sofort in eine andere Zeit versetzt. Zwischen Fachwerkhäusern, kleinen Kopfsteinpflaster-Gässchen und dem prunkvollen Alten Rathaus lässt sich das Mittelalter-Flair spüren. Zu Fuß ist man in gut 20 Minuten auf der Esslinger Burg, wo man so richtig in ein anderes Jahrhundert eintauchen kann. Wem die Kulinarik besonders am Herzen liegt, der sollte einen Abstecher in die Weinberge zu einer Weinwanderung machen – oder einfach im 700 Jahre alten Weinkeller Einhorn gschmelzde Mauldaschn mit Kardofflsalad schmausen. (LEONIE HUDELMAIER)

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