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Mitarbeiter von Legoland Deutschland haben in einem Brief an den Lego-Chef ihre Forderung nach Tarifverträgen bekräftigt.

Offener Brief an den Lego-Chef

Legoland-Mitarbeiter fordern Tariflöhne

Günzburg - Tarifverträge für Mitarbeiter lehnt Legoland Günzburg bislang ab. Gewerkschafter suchen nun Hilfe beim Lego-Chef: Sie fürchten um den Ruf des Parks – und um ihre Rente.

Bis zu zwölf Stunden täglich, sechs Tage pro Woche, häufig auch an Sonn- und Feiertagen arbeiten Mitarbeiter von Legoland laut eigenen Angaben in der Saison. Dafür zahlt ihnen die Geschäftsführung jedoch teilweise nur 6,50 Euro pro Stunde – so teilt es die Gewerkschaft „Nahrung-Genuss-Gaststätten“ mit, zu der auch Legoland-Mitarbeiter gehören. Viele Beschäftigte müssten an ihren freien Tagen Hilfe vom Staat beantragen und hätten zudem eine Zweitbeschäftigung.

Die Gewerkschafter fordern deswegen Tarifverträge für die rund 1100 Mitarbeiter. Doch die lehnt Geschäftsführer Hans Aksel Pedersen kategorisch ab: „Nach der Abwägung der Vor- und Nachteile haben wir entschieden, dass wir keinen Tarifvertrag für Legoland Deutschland brauchen“, sagte er. Das Unternehmen in Günzburg zahle den Mitarbeitern 2013 einen Stundenlohn von mindestens acht Euro und gewähre Vergünstigungen. Einen Stundenlohn von 6, 50 Euro bekämen nur einige Schüler- und Studentenjobber, die erst seit kurzer Zeit oder vorübergehend im Park arbeiteten.

Offener Brief an den Hauptaktionär

Wie die Zeitung Augsburger Allgemeine berichtet, hat die Gewerkschaft nun Hilfe beim dänischen Lego-Chef Kjeld Kirk Kristiansen gesucht. „Wir lieben Lego und arbeiten mit Herz und Seele im Legoland. Aber von Luft und Liebe können wir unsere Familien nicht ernähren“, steht in einem offenen Brief an den Hauptaktionär, den auch die dänische Nachrichtenagentur „ritzau“ erhielt. Viele Mitarbeiter würden mit dem Eintritt ins Rentenalter direkt in die Altersarmut stürzen. Zugleich hieß es, die Gewerkschaft befürchte, dass der gute Ruf des Parks und der Firma Lego unter den zähen Tarifverhandlungen leide.

Bislang hat sich Hauptaktionär Kristiansen zu dem Brief nicht geäußert. Auch Vorwürfe der Gewerkschaft, die Geschäftsleitung plane die Entlassung des Betriebsratsvorsitzenden, blieben unkommentiert.

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