Sex ohne Kondom: HIV-Infizierter erneut vor Gericht

Würzburg - Weil ein HIV-infizierter Afrikaner ohne Kondom mit zwei Frauen und einer Schülerin Sex hatte, muss sich der Mann Mitte dieses Monats (14. Juli) erneut vor Gericht verantworten.

Das sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Würzburg, Erik Ohlenschlager, am Mittwoch auf Anfrage. Der 41 Jahre alte Angeklagte sitzt bereits wegen ähnlicher Vergehen seit Januar 2007 eine Haftstrafe von fünfeinhalb Jahren ab. Nun ist gegen den Mann wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung in acht Fällen erneut Anklage erhoben worden.

Zudem muss sich der Kenianer wegen des schweren sexuellen Missbrauchs und der Vergewaltigung einer 13 Jahre alten Schülerin verantworten. Die Opfer haben sich Ohlenschlager zufolge nicht mit dem Erreger der oftmals tödlichen Immunschwächekrankheit Aids angesteckt. Für den Prozess sind drei Verhandlungstage angesetzt.

Der Angeklagte weiß nach Worten des Sprechers seit 1999, dass er das HI-Virus in sich trägt. Die Stadt Würzburg hätte ihm per Bescheid mitgeteilt, dass er seinen Intimpartnern von der Infektion erzählen müsse. Daran hielt sich der Mann allerdings nicht und hatte ungeschützten Sex mit sieben Frauen aus Unter- und Mittelfranken. Zwei steckten sich mit dem Erreger an. Daher wurde dem 41-Jährigen vor zweieinhalb Jahren der Prozess gemacht. Danach stießen die Ermittler auf zwei weitere Frauen und das Mädchen, die ebenfalls sexuellen Kontakt mit dem Discjockey gehabt haben sollen.

Die Anklage vermutet, dass der Afrikaner den Frauen bewusst nichts von dem Virus erzählt hat und eine Ansteckung billigend in Kauf genommen hat. Beim vorigen Prozess 2006/2007 ging der Staatsanwalt davon aus, dass der Mann seine Partnerinnen absichtlich anstecken wollte, um sich an deutschen Frauen zu rächen.

Der Kenianer, der mehrere Kinder hat, hatte sich selbst bei seiner deutschen Ex-Frau mit dem Virus infiziert. Im Jahr 2002 waren Ermittlungsverfahren gegen den Kenianer wegen ungeschütztem Sex noch folgenlos geblieben.

dpa

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