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Opfer des Messerstechers: „Ich kann nicht mehr laufen“

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Beginn Sicherungsverfahren gegen Messerstecher
Der Beschuldigte sitzt in Fußfesseln auf der Anklagebank. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild

Eine heute querschnittsgelähmte Frau hat im Prozess gegen den Messerstecher von Würzburg von den Folgen der Attacke berichtet. „Ich kann nicht mehr laufen. Ich kann kaum irgendwelche Sachen machen, brauche für fast alles Hilfe“, sagte die 40-Jährige am Montag vor dem Landgericht Würzburg. Das Opfer war am 25. Juni 2021 von dem Beschuldigten mit einem langen Küchenmesser angegriffen worden - beide kennen sich nicht.

Veitshöchheim - „Ich habe gemerkt, wie das Blut aus mir gelaufen ist.“ Seit der Attacke sitzt die Frau im Rollstuhl. Ein Gutachter sprach von einer erheblichen Wucht, mit der der Beschuldigte das Opfer angriff.

Der Täter ist Gutachtern zufolge psychisch krank. Stimmen in seinem Kopf sollen den Flüchtling aus Somalia dazu gebracht haben, im vergangenen Juni ihm unbekannte Menschen anzugreifen. Drei in einem Kaufhaus attackierte Frauen starben. Zudem gab es vier schwer verletzte Frauen. Ein damals 11-jähriges Mädchen und ein 16-Jähriger wurden ebenfalls schwer verletzt. Hinzu kommen drei Leichtverletzte.

Am zweiten Prozesstag wurden zudem Videoaufnahmen der Attacke gezeigt. Diese erschütterten den Beschuldigten nach Angaben seines Verteidigers. Es gehe seinem Mandanten sehr schlecht, wenn er das sehe, er komme damit nicht klar, sagte Verteidiger Hans-Jochen Schrepfer. Während des Abspielens eines Videos hielt der Mann auf Anraten seines Anwalts seinen Kopf gesenkt und blickte nicht auf.

Die Generalstaatsanwaltschaft München glaubt, der Mann um die 30 habe aus Hass auf Deutschland gehandelt. Sie will ihn dauerhaft in einer Psychiatrie unterbringen lassen, weil er allgemeingefährlich sein soll. Das Alter des Beschuldigten ist unklar - er weiß es selbst nicht genau, und auch die Behörden haben keine gesicherten Informationen darüber.

Etliche Verhandlungstage finden in Veitshöchheim bei Würzburg in einer Veranstaltungshalle statt, um einen coronakonformen Verlauf zu ermöglichen. dpa

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