"Herzensangelegenheit"

Organspendeausweise in der Weihnachtspost

München - Angesichts fehlender Spenderorgane lässt Gesundheitsministerin Melanie Huml vor Weihnachten über sechs Millionen Postwurfsendungen an sämtliche bayerischen Haushalte verschicken.

„Die Organspendenbereitschaft ist um einiges zurückgegangen“, sagte Huml am Wochenende. Sie wolle die Menschen zur Weihnachtszeit sensibilisieren. In dem Schreiben fordert das Gesundheitsministerium aber nicht direkt auf, Organe zu spenden, sondern es heißt lediglich: „Entscheiden Sie sich - es gibt kein richtig oder falsch.“ Der Postwurfsendung „Herzensangelegenheit“ liegen aber zwei Organspendeausweise bei.

Schon vor dem Transplantationsskandal um manipulierte Krankendaten gab es zu wenig Organspenden in Deutschland, vor allem Spenderlebern fehlen. Nach dem Skandal aber ist die Spendenbereitschaft noch weiter zurückgegangen. Nach Angaben des Ministeriums gab es in Bayern bis Oktober 2013 nur 102 Spender. 2500 Patienten im Freistaat warten auf ein lebensrettendes Organ.

dpa

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