Kuriose Verordnung

Weil Schülerinnen zu viel Haut zeigen: Rektor greift zu drastischem Mittel

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Bauchfrei in den Unterricht? Eine Mittelschule im Freistaat zeigt ihren Schülerinnen mit einer kuriosen Kleiderverordnung Grenzen auf.

Osterhofen - Der Sommer hält Einzug in Bayern. Temperaturen um 28 Grad schreien geradezu danach, Kleider und kurze Hosen aufzutragen. Auch an der Mittelschule im bayerischen Osterhofen (Landkreis Deggendorf) sind die Schülerinnen an warmen Tagen luftig unterwegs. Oftmals zu luftig, wenn es nach dem Empfinden der Schulleitung geht.

Rektor Christian Kröll lässt von nun an große, bedruckte T-Shirts verteilen, wenn seine Schülerinnen zu viel Haut zeigen. Das berichtet die Osterhofener Zeitung. Wie kurz darf ein Rock sein, wie tief ein Ausschnitt? Diese Fragen werden an Krölls Mittelschule künftig von den Lehrkräften beantwortet.

So reagiert das Netz

In den sozialen Netzwerken hat der „Osterhofener Weg“ zum Teil heftige Reaktionen hervorgerufen. „Was ist das bitte? Wir sind im 21. Jahrhundert“, wundert sich eine Facebook-Userin unter dem Post der Passauer Neue Presse. Zudem wird kritisiert, dass die Verordnung nur die weibliche Schülerschaft betrifft.

Doch es gibt auch Stimmen, die das Vorgehen der Mittelschule begrüßen. „Schulen sind keine Freizeiteinrichtungen. Ein wenig Anstand - eben auch in Bezug auf Kleidung - sollte möglich sein“, äußert ein Leser Verständnis.

Die drastische Maßnahme im Landkreis Deggendorf wird zu einem Zeitpunkt publik, da Bayerns Schüler ohnehin in den Schlagzeilen stehen. In Pfaffenhofen haben Jugendliche eine bizarre Todesanzeige geschaltet, bei einem Abistreich in Dorfen soll es sogar Verletzte gegeben haben.

lks

Rubriklistenbild: © dpa/dpaweb / Rainer Jensen (Symbolbild)

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