Teilnehmerzahl stark zurückgegangen

Friedensaktivisten bei Ostermärschen auf der Straße

München - In mehreren Städten Bayerns haben Friedensaktivisten zu Ostermärschen aufgerufen. Am Montag kamen noch einmal etwa 750 Menschen nach Nürnberg zu einer Kundgebung. Eine geplante Aktion beim Tagungsort der G7-Staaten fiel wegen fehlender Zugverbindungen jedoch aus.

Friedensaktivisten haben auch in diesem Jahr in Bayern zu Ostermärschen aufgerufen. Am Ostermontag versammelten sich nach Schätzungen der Polizei rund 750 Menschen vor der Nürnberger Lorenzkirche. Die Kundgebung stand unter dem Motto „Sag' nein zum Krieg“. Von verschiedenen Plätzen der Stadt aus waren die Teilnehmer in die Stadtmitte gezogen. Am Karsamstag hatten an den Ostermärschen in Bayern gut 1000 Menschen teilgenommen. Insgesamt entspricht dies in etwa der Teilnehmerzahl der vergangenen Jahre.

Friedensaktivisten hatten unter anderem zu Demonstrationen und Kundgebungen in München, Ansbach, Erlangen, Würzburg, Augsburg und Traunstein aufgerufen. Sie richteten sich gegen Rüstungsexporte, Krieg und Gewalt und nahmen auch Bezug zum aktuellen Ukraine-Konflikt. Ein ursprünglich geplanter Ostermarsch von Klais zum Schloss Elmau, wo im Juni die Staatschefs der großen Industrienationen zum G7-Gipfel zusammenkommen, musste abgesagt werden, wie es bei der Münchner Bürgerinitiative für Frieden und Abrüstung hieß. Der Grund sind Sperrungen von Bahnstrecken wegen Sturmschäden. Die Teilnehmer hätten eine lange Anreisezeit in Kauf nehmen müssen. Die Veranstaltung soll aber am kommenden Wochenende nachgeholt werden.

Die Ostermarschbewegung hat ihre Wurzeln im Protest gegen das atomare Wettrüsten während des Kalten Krieges. 1968 und 1983 erlebte sie ihre Höhepunkte mit jeweils Hunderttausenden von Demonstranten. Inzwischen sind die Teilnehmerzahlen stark zurückgegangen.

Bundesweit gingen nach Angaben der Organisatoren bis zu 10 000 Menschen auf die Straßen, um ein Zeichen gegen Krieg und Waffenexporte zu setzen. Am gesamten Osterwochenende gab es etwa 80 Mahnwachen und Demonstrationen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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