Ostermarsch in München - "I like peace"

München - Rund 1200 Ostermarschierer haben am Samstag in München für Frieden und Abrüstung demonstriert. Hauptthema der Veranstaltungen war der Militäreinsatz in Afghanistan.

“I like peace - Krieg ist mies“ und “Abrüstung statt Militarisierung der EU - für ein friedliches Europa“, hieß es auf Transparenten. Mehrere Hundert Menschen zogen nach Angaben einer Sprecherin vom Münchner Friedensbündnis nach einem ökumenischen Gottesdienst vom Ostbahnhof zum Marienplatz, um an der zentralen Kundgebung teilzunehmen.

"Stark für den Frieden"

Auch in anderen bayerischen Städten waren die Ostermarschierer unterwegs. In Augsburg demonstrierten nach Angaben der Organisatoren knapp 200 Menschen “gegen Krieg, für Frieden und eine lebenswerte Zukunft“. In Ansbach gingen vor der US-Kaserne Katterbach die Ostermarschierer unter dem Motto “Stark für Frieden - vom Militärstandort zur lebenswerten Region“ auf die Straße.

Auch in Erlangen und Traunstein gab es Märsche. Ein Hauptthema war der Protest gegen den Militäreinsatz in Afghanistan. Die Friedensbewegung verlangt einen Abzug der Bundeswehr und einen Einsatz der Mittel für den friedlichen Aufbau in dem Land. Sowohl in Afghanistan wie auch bei der Iran-Politik gehe es nicht in erster Linie um Frieden, sondern um geostrategische Vorteile und um den Zugang zu Ressourcen, kritisierten nach Angaben der Sprecherin Redner in München.

Mit Blick auf das krisengeschüttelte Griechenland warfen sie der Bundesregierung vor, das Land auf der einen Seite zum Sparen aufzurufen, auf der anderen Seite auf die Einhaltung von Kaufvereinbarungen für U-Boote in Milliardenhöhe zu pochen. Der Münchner Marsch lief unter dem Motto “Schluss mit Lügen und Krieg“. Am Montag wollen unter dem Motto “Zukunft braucht Frieden“ die Menschen in Nürnberg auf die Straße gehen. Außerdem treffen sich hartgesottene Protestierer am Bahnhof Schwabmünchen zu einem etwa vierstündigen “Ostermarsch draußen“ an die NATO-Pipeline, die zur Treibstoffversorgung der Streitkräfte dient.

50 Jahre Freidensmärsche

Die Friedensmärsche stehen heuer ganz im Zeichen ihres 50-jährigen Bestehens. Ihre Wurzeln haben die Demonstrationen im Widerstand gegen das atomare Wettrüsten im Kalten Krieg. Insbesondere der NATO- Doppelbeschluss zur Stationierung von Kurz- und Mittelstrecken-Atomwaffen in der Bundesrepublik brachte den Ostermärschen Anfang der 80er Jahre großen Zulauf. Mit dem Ende des Kalten Krieges und dem Zerfall des Ostblocks hat das Interesse an Demonstrationen nachgelassen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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