Achtung, Pendler: Störung bei S7 und Stau auf der Stammstrecke

Achtung, Pendler: Störung bei S7 und Stau auf der Stammstrecke
Nach einem Jahr Pause darf Walter Höhne seine gefärbten Bio-Eier wieder zu Ostern verkaufen. foto: andrea hammerl

Zu Ostern sind bunte Bio-Eier wieder erlaubt

Vohburg - Der kuriose Streit um gefärbte Bio-Eier ist beigelegt: Dieses Jahr müssen Fans von Bio-Eiern nicht selbst zur Farbe greifen.

Eine EU-Verordnung hat im vergangenen Jahr verhindert, dass die Hersteller von gefärbten Bio-Eiern ihre Ware vertreiben durften. „20 000 Euro hat uns das gekostet“, sagt Walter Höhne, Vorstand der Erzeugergemeinschaft „Die Biohennen“ mit 24 Öko-Betrieben und 90 000 Hühnern. Doch dieses Osterfest kann wieder biobunt werden, freut sich Höhne: „Mit Unterstützung von Horst Seehofer hat es geklappt.“

Problem im Vorjahr waren die Farben, die zur Färbung der Bio-Eier benutzt werden. Die EU hat diese Eisenoxidfarben trotz aller Proteste aus Deutschland, dem europaweit größten Markt für bunte Bio-Eier, nicht in die Verordnung der Lebensmittel-Zusatzstoffe aufgenommen. Und was da nicht drin steht, ist nicht erlaubt – obwohl die Farben in anderen Produkten wie etwa Kosmetika problemlos verwendet werden dürfen.

Doch Höhne, der gegen das Verbot erfolglos geklagt hatte, wollte die Niederlage nicht kampflos hinnehmen. Schließlich hatten sich die „Biohennen“ einen ordentlichen Kundenstamm aufgebaut und ihre bunten Bio-Eier neben Naturkostläden und Einzelhändlern in Süddeutschland auch bei Edeka vertrieben. „Letztlich haben wir Seehofer vergangenen Sommer, als er noch Bundeslandwirtschaftsminister war, auf einer Wahlkampfveranstaltung getroffen“, sagt Höhne – die Biohennen-Zentrale liegt in Vohburg im Kreis Pfaffenhofen, in Seehofers Wahlkreis. Und dann kam im Dezember die Wende: Die EU ließ das Färben von Bioeiern zumindest in traditionellen Zeiträumen wieder zu. Das heißt, von Januar bis Ostern plus vier Wochen dürfen die Biohennen ihre farbigen Eier vermarkten. „Warum unsere Eier nach dieser Zeit quasi illegal werden sollen, ist mir zwar rätselhaft“, sagt Höhne. Aber er will nicht meckern, so war offenbar der Deal in den Brüsseler Hinterzimmern, und er kann mit der Regelung leben.

Zugelassen sind künftig ausschließlich sogenannte Naturfarben wie Rote Rüben, färbende Hölzer oder Annato. „Zusätzlich dürfen bis Ende 2013 die bisher von uns verwendeten Eisenoxidfarben eingesetzt werden“, sagt Höhne. Die sind laut Höhne die einzig verfügbaren, die die Anforderungen nach hoher Lichtbeständigkeit und ausreichender Haltbarkeit erfüllen.

„Für den Verbraucher war das Verkaufsverbot von bunten Bio-Eiern kaum nachvollziehbar, deshalb sind wir Horst Seehofer, der EU-Kommission und den bayerischen Behörden sehr dankbar“, lobt Höhne. Für die Biohennen scheint sich der kuriose Färbe-Streit sogar gelohnt zu haben: „Die Anbieter von Billig-Bio-Eiern sind weg, die haben offenbar aufgegeben“, sagt Höhne. Boten die Biohennen vor zwei Jahren noch 450 000 gefärbte Bio-Eier an, sind es zu diesem Ostern schon 700 000. „Wir sollten sogar Edeka deutschlandweit beliefern, aber das war doch etwas zu viel“, sagt Höhne.

Boris Forstner

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Autofahrerin stirbt nach Zusammenstoß mit Rübensattelzug
Eine Autofahrerin ist in Asbach-Bäumenheim (Landkreis Donau-Ries) beim Zusammenstoß mit einem Sattelzug ums Leben gekommen.
Autofahrerin stirbt nach Zusammenstoß mit Rübensattelzug
Auf Gegenfahrbahn geraten: Autofahrerin (23) stirbt
Eine 23 Jahre alte Autofahrerin ist bei einem Unfall nahe Rotthalmünster (Landkreis Passau) ums Leben gekommen.
Auf Gegenfahrbahn geraten: Autofahrerin (23) stirbt
Zwölf Jahre Haft für Bluttat an junger Mutter aus Freyung 
Für den tödlichen Messerangriff auf seine frühere Freundin hat das Landgericht Passau den 23 Jahre alten Täter zu zwölf Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt.
Zwölf Jahre Haft für Bluttat an junger Mutter aus Freyung 
Angler ertrinkt - Taucher findet seine Leiche
Er wollte in Lohr am Main über Nacht angeln und ist ertrunken: Der Leichnam eines 57-Jährigen wurde am Sonntagnachmittag von einem Taucher auf dem Grund des Mains …
Angler ertrinkt - Taucher findet seine Leiche

Kommentare