Ein Notarzt
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Eine Frau rief den Notruf - ihre Tochter hatte sie mit einem Messer verletzt. (Symbolbild)

Polizei ermittelt

Familienzoff in Bayern eskaliert: Tochter (24) sticht mit Messer brutal auf Mutter (60) ein

  • Katarina Amtmann
    vonKatarina Amtmann
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Eine 60-Jährige wählte den Notruf: Ihre Tochter hatte sie mit einem Küchenmesser verletzt. Beide Frauen kamen nach der Tat in ein Krankenhaus.

Ottobeuren - Am Samstag (5. Dezember) rief eine 60-jährige Frau den Notruf der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Schwaben/Süd West. Sie teilte mit, dass sie zuhause durch ihre Tochter mit einem Messer verletzt worden sei.

Ottobeuren: Tochter verletzt Mutter mit Küchenmesser - Frau kann selbst den Notruf wählen

Die Verletzte wurde vor Ort durch den verständigten Notarzt behandelt. Sie wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte. Den Notruf konnte sie selbst absetzen, nachdem ihr Ehemann (61) die Tochter von weiteren Stichen mit dem Küchenmesser abhalten konnte. „Die Frau hatte zahlreiche Messerstiche erlitten, die glücklicherweise aber nicht lebensbedrohlich waren“, wie die Polizei mitteilte.

Die 24-jährige Tochter wurde als mutmaßliche Täterin vorläufig festgenommen. Der Kriminaldauerdienst Memmingen hat noch in der Nacht die Ermittlungen aufgenommen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand liegt bei ihr eine psychische Erkrankung vor. Der genaue Tathergang sowie das Motiv müssen noch ermittelt werden. Die junge Frau wurde am Sonntag dem zuständigen Bereitschaftsrichter vorgeführt. Er ordnete die einstweilige Unterbringung der 24-Jährigen an. Daraufhin kam sie in ein Krankenhaus.

Tochter attackiert Mutter mit Messer: Die Polizeimeldung im Wortlaut

„OTTOBEUREN. Am Samstag, 05.12.2020, teilte in den frühen Morgenstunden eine 60-jährige Frau über Notruf der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West mit, dass sie zu Hause durch ihre Tochter mit dem Messer verletzt worden sei.

Die Verletzte konnte noch vor Ort durch den verständigten Notarzt behandelt und dann in ein Krankenhaus gebracht werden. Den Notruf konnte sie selbst absetzen, nachdem ihr 61-jähriger Ehemann die Tochter von weiteren Stichen mit dem Küchenmesser abhalten konnte. Die Frau hatte zahlreiche Messerstiche erlitten, die glücklicherweise aber nicht lebensbedrohlich waren. Als mutmaßliche Täterin konnte die 24-jährige Tochter durch die Polizeibeamten der Polizeiinspektion Memmingen im Elternhaus vorläufig festgenommen werden. Der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizeiinspektion Memmingen (KPI) übernahm noch in der Nacht die ersten kriminalpolizeilichen Ermittlungen. Nachdem von einem versuchten Tötungsdelikt ausgegangen wird, wurden auch das zuständige Fachkommissariat der KPI Memmingen zur Übernahme der weiteren Ermittlungen und die Beamten der Spurensicherung für die Tatortarbeit verständigt. Die 24-jährige Beschuldigte wurde in einem Bezirkskrankenhaus untergebracht. Nach derzeitigem Ermittlungsstand liegt bei ihr eine psychische Erkrankung vor. Der genaue Tathergang und die Motivlage sind Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Memmingen wurde die Beschuldigte am Sonntag dem zuständigen Bereitschaftsrichter vorgeführt. Der Bereitschaftsrichter ordnete die einstweilige Unterbringung der Beschuldigten an. Sie wurde in ein bayerisches Bezirkskrankenhaus verbracht.“

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