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Corona-Inzidenz in Bayern minimal gesunken – Rund 80.000 Schüler verpassen den Unterricht

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Von: Katarina Amtmann

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Die Inzidenz in Bayern hat einen neuen Rekordwert erreicht. Rund 80.000 Schüler haben wegen des Virus zuletzt den Unterricht verpasst. Alle News im Ticker.

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Update vom 26. März, 15.45 Uhr: Rund 80.000 Schüler in Bayern konnten zuletzt wegen Corona nicht am Unterricht teilnehmen. Das Kultusministerium meldete (Stand 25. März) einen Anteil von 3,63 Prozent, der wegen eines positiven Tests nicht am Präsenzunterricht teilnahm. Weitere 1,52 Prozent waren in Quarantäne. Das ist ein leichter Anstieg bei den positiven Tests und ein leichter Rückgang bei der Quarantäne. Bayernweit gibt es etwa 1,6 Millionen Schüler.

Die aktuellen Zahlen beruhen laut Kultusministerium auf den Meldungen von 96 Prozent aller Schulen. Auch viele Kinderbetreuungseinrichtungen waren von Corona beeinträchtigt. Laut Sozialministerium waren es (Stand 25. März) insgesamt 1.605 der rund 10.300 Häuser in Bayern. 46 Einrichtungen waren demnach komplett geschlossen, eine weniger als vor einer Woche. 431 Häuser waren teilweise geschlossen, das sind 42 mehr als vor Wochenfrist. Weitere 1.128 waren zwar komplett offen, es galt aber wegen Corona-Fällen ein intensiviertes Testregime - das sind in etwa so viele wie vor einer Woche. 

Die Corona-Inzidenz in Bayern ist am Samstag wieder leicht zurückgegangen, liegt aber mit 2197,5 immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Am Freitag betrug der Wert laut RKI 2199,9.

Corona in Bayern: Infektionszahlen bleiben auf Rekordniveau

Update vom 25. März, 11.08 Uhr: Die Corona-Infektionszahlen in Bayern bleiben auf Rekordniveau. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Freitag erneut eine Sieben-Tage-Inzidenz von 2199,9. Das ist exakt derselbe Wert, den das RKI auch schon am Donnerstag für Bayern gemeldet hatte und der einen bislang im landesweiten Schnitt noch nicht erreichten Rekord bedeutete.

Eine Nachfrage beim RKI ergab, dass es sich bei der Zahlengleichheit an zwei aufeinander folgenden Tagen auf den ersten Blick tatsächlich um einen sehr seltenen Zufall handeln dürfte und nicht etwa um ein Versehen. Eine Sprecherin nannte dies so etwas wie einen „Sechser im Lotto“.

Die aktuellen Corona-Zahlen für Bayern

Die tatsächlichen Infektionszahlen sind nach Einschätzung des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) noch höher. Gründe sind die Dunkelziffer unerkannter Infektionen und Meldeverzögerungen bei den kommunalen Behörden.

Medizinische Maske
Die Corona-Infektionszahlen in Bayern sind mutmaßlich untererfasst. © Christoph Schmidt/dpa/Symbolbild

Virologin Protzer: Normalität trotz hoher Corona-Zahlen möglich

Update vom 25. März, 8.28 Uhr: Die Münchner Virologin Ulrike Protzer hält Lockerungen der Corona-Maßnahmen auch angesichts steigender Infektionszahlen für richtig. „Ich glaube, dass man Lockerungen nun durchaus in Erwägung ziehen muss. Denn wir haben mittlerweile eine sehr gute Immunitätslage in der Bevölkerung, die uns erlaubt, mit der Omikron-Variante, die nicht so starke Erkrankungen mit sich bringt, umzugehen“, sagte die Medizinerin der Augsburger Allgemeinen (Freitagsausgabe). „Daher finde ich, dass wir jetzt anfangen müssen, in die Normalität zurückzufinden.“

Ihrer Ansicht nach wird der derzeitige Anstieg der Zahlen noch weitergehen. „Wie lange die Zahlen steigen und wann der Peak der Welle erreicht sein wird, kann man im Moment auch nicht sagen.“ Das sei allerdings auch gar nicht so entscheidend. Denn: „Man weiß, dass sich das Infektionsgeschehen irgendwann von selbst limitieren wird. Und wichtiger als die reinen Infektionszahlen ist doch die Krankheitslast. Und die ist ja zum Glück nicht mehr so hoch.“

Virologin: Durch Omikron „wird die Immunität noch einmal breit geboostert“

Omikron sei „etwa 40 Prozent weniger pathogen als die bisherigen Varianten“, sagte die Virologin. Der große Unterschied aber sei, dass die Bevölkerung inzwischen eine gute Immunität aufgebaut habe. „Gerade durch Omikron, das zwar hoch ansteckend ist, aber auch überwiegend nicht so schwere Krankheitsverläufe auslöst, wird die Immunität noch einmal breit geboostert.“

An eine Rückkehr gefährlicherer Varianten glaubt die Professorin an der Technischen Universität München nicht, wie sie der Zeitung sagte: „Ich halte es für extrem unwahrscheinlich, dass wir noch gefährlichere Varianten sehen werden, da unser Immunsystem nun darauf vorbereitet ist. Das heißt nicht, dass wir uns nicht weiter anstecken können, aber sehr viele sehr schwere Krankheitsverläufe werden seltener.“

Holetschek kritisiert Corona-Gesetz der Ampel: „nicht praktikabel und untauglich“

Update vom 25. März, 6.18 Uhr: Klaus Holetschek dringt auf schnelle Nachbesserungen beim neuen bundesweiten Rechtsrahmen für Corona-Schutzmaßnahmen in den Ländern. „Aus meiner Sicht ist das Gesetz nicht praktikabel und untauglich, den Schutz der Bevölkerung tatsächlich zu gewährleisten“, sagte Bayerns Gesundheitsminister der Deutschen Presse-Agentur. „Die Hotspot-Bestimmungen sind viel zu unbestimmt und lassen es einfach nicht zu, rechtssicher Regelungen umzusetzen.“ Es sei ja auch gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern schwierig zu sagen: „Na ja, wir probieren mal, ob das hält oder nicht.“

Das von der Ampel-Koalition geänderte Infektionsschutzgesetz ist auf breiten Protest der Länder gestoßen. Nach einer Übergangsfrist bis zum 2. April können sie für regionale „Hotspots“ noch weitergehende Beschränkungen mit mehr Maskenpflichten und Zugangsregeln verhängen, wenn das Landesparlament für diese eine kritische Lage feststellt. Schwellenwerte, ab wann das der Fall ist, sind nicht beziffert.

Holetschek-Kritik: „Wir können nur schwer etwas anwenden, was eigentlich von vornherein nicht rechtssicher ist“

Holetschek sagte weiter, es gebe eine große Schere zwischen dem, was Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) an Gefahren sehe - und dem, was er mit Justizminister Marco Buschmann (FDP) als Gesetz vorgelegt habe. „Wir können nur schwer etwas anwenden, was eigentlich von vornherein nicht rechtssicher ist.“ Gerade in Flächenländern sei es schwierig, da zum Beispiel Rettungsleitstellen nicht immer trennscharf Kreisgrenzen abbildeten. „Das muss vom Bund schnell klargestellt werden.“ Laut Gesetz müssen Hotspots konkret zu benennenden Gebietskörperschaften entsprechen.

Der CSU-Politiker zeigte sich „ein bisschen verwundert“, dass sich der Corona-Expertenrat der Bundesregierung nicht geäußert habe. „Da habe ich jetzt nichts vernommen, wie der zu dem Gesetzentwurf steht. Man hört aber viele Einzelmeinungen, die sagen: Eigentlich bräuchten wir mehr Schutzmaßnahmen als das, was als Basis jetzt noch geht.“ Masken im Innenraum wären noch eine gute Basis, auch beim Einkaufen. „Es wäre sinnvoll zu sagen, wir geben dies noch weiterhin allgemein vor. Das wäre besser, als wenn ein Laden ein Schild raushängt „Hier mit Maske“, und im Geschäft daneben gilt das nicht.“

Holetschek fordert befristete Corona-Impfpflicht

Der Minister warb dafür, eine allgemeine Corona-Impfpflicht auf den Weg zu bringen. „Kompromisse zu suchen und zu finden, ist sicher nicht verkehrt bei so einer wichtigen Frage. Wir sollten nicht in der Endlosschleife verharren, wenn es im Herbst wieder um neue Auflagen geht.“ Er würde die Pflicht auf zwei Jahre befristen. Man müsse sie zudem in Kontext zur bereits geltenden Impfpflicht in Kliniken und Pflegeheimen stellen. „Es war immer die Ansage gewesen, dass sie der erste Schritt zu einer allgemeinen Impfpflicht ist.“

Bayern-Inzidenz steigt auf Rekordhoch - Über 60.000 Neuinfektionen in nur 24 Stunden

Erstmeldung vom 24. März: München - Die Corona-Infektionszahlen in Bayern steigen in immer neue Rekordhöhen. Die Sieben-Tage-Inzidenz für Bayern erreichte am Donnerstag einen Wert von 2199,9. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts* (RKI) hervor. Das ist eine bislang im landesweiten Schnitt noch nicht erreichte Höchstzahl.

Bayern Corona-Zahlen: Über 60.000 Neuinfektionen in 24 Stunden

Die tatsächlichen Infektionszahlen sind nach Einschätzung des Landesamts für Lebensmittel und Gesundheit (LGL) noch höher. Gründe sind die Dunkelziffer unerkannter Infektionen und Meldeverzögerungen bei den kommunalen Behörden.

Corona in Bayern: Acht Kreise und Städte über 3000er Inzidenz

Corona-Zahlen in Bayern bleiben hoch - Acht Regionen über 3000

Damit liegen wie schon tags zuvor acht Kreise und Städte in Bayern über der Inzidenz von 3000. Welche Corona-Regeln derzeit gelten, lesen Sie in unserer Übersicht. (kam mit dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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