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Empörung in Passau: Am Freitag telefonierten Frank Plasberg und der Oberbürgermeister, um die Wogen zu glätten. 

TV-Sendung schlägt hohe Wellen

Passauer sind stinksauer auf ARD-Moderator Plasberg - sogar der OB schaltet sich ein

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Passauer Bürger sind empört: In seiner Sendung „hart aber fair“ habe Plasbergs Redaktion ein völlig verzerrtes Bild ihrer Stadt gezeichnet. Nun will der Moderator sogar heimlich zu Besuch kommen.  

Passau - Mit dieser Reaktion hatte ARD-Moderator Frank Plasberg nicht gerechnet. Vor rund 2,53 Millionen Zuschauern hatte Plasberg in seiner Sendung „hart aber fair“ die Donaustadt Passau schlechtgemacht - so jedenfalls empfinden es viele Domstädter. 

Hintergrund ist Plasbergs Talkshow vom 3. September. „Wir Kreuzfahrer und Billigflieger - wer zahlt den Preis für den Massen-Tourismus“, fragte der Moderator. Die Dreiflüssestadt Passau musste hier als Negativbeispiel für Kreuzfahrttourismus herhalten, der zu Lasten der einheimischen Anwohner ausufere.  

Wie die Passauer Neue Presse berichtet, empfanden viele Einheimische ihre Stadt allerdings völlig falsch dargestellt. Von Massentourismus und ihren Auswüchsen könne in Passau überhaupt nicht die Rede sein. 

Passaus OB: Waren die Talk-Gäste jemals bei uns?

Sogar Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) schaltete sich ein. Auch er zeigte sich irritiert, welches Bild die Redaktion von seiner Stadt zeichnete. „Ohne es natürlich zu wissen, hatte ich bei Ihren Talk-Gästen nicht den Eindruck, als wären sie schon jemals bei uns vor Ort gewesen. Das ist schade – vor allem auch für das Format ‚hart aber fair‘, das ja seit jeher akribisch auf journalistische Redlichkeit bedacht ist. Ein ‚Faktencheck‘ vor der Ausstrahlung hätte der Sendung jedenfalls gutgetan“, kritisierte Dupper in einem offenen Brief an Plasberg. 

In seinem Brief reichte der OB dem Fernsehmoderator aber auch auf recht charmante Art die Hand: „Lieber Herr Plasberg, eine Eigenschaft zeichnet uns Passauer aus: Wir sind nicht nachtragend. Im Gegenteil! Ich möchte daher die Gelegenheit nutzen und Sie herzlich einladen, unsere Stadt zu besuchen. Sie können sich dabei nicht nur ein Bild von ihrer unbestrittenen Schönheit machen, sondern auch das Miteinander von Bürgerschaft und Touristen mit eigenen Augen unter die Lupe nehmen.“ Dann hätte er gleich ein Anschauungsobjekt parat, sollte er mal eine Sendung mit dem Titel „Wo der Tourismus noch funktioniert“ machen wollen. 

Plasberg will tatsächlich kommen - aber unangekündigt

Wie die Passauer Neue Presse nun berichtet, habe Plasberg auf das Angebot reagiert. Am Freitagnachmittag telefonierten der Lokalpolitiker und der TV-Mann. Der Oberbürgermeister teilte danach mit, dass Plasberg angedeutet habe, sich ein persönliches Bild vor Ort machen zu wollen - jedoch unangekündigt, damit er sich einen authentischen Eindruck der wirklichen Situation machen könne. 

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