Beamte lassen Drogenring auffliegen

Passau - Vom kleinen Fisch zu den Hintermännern: Die Passauer Polizei hat einen Ring von Drogenhändlern im östlichen Bayern auffliegen lassen.

Die Spuren führen bis in die Schweiz, teilte die Polizei in Passau am Freitag mit. Zwölf Festnahmen und zahlreiche Wohnungsdurchsuchungen führten die Beamten der Kripo zu einem Geflecht aus Rauschgifthändlern, die weite Teile Ostbayerns mit Drogen aller Art versorgten. Die Staatsanwaltschaft Passau geht davon aus, dass die Dealer mindestens 110 Kilogramm Haschisch, 55 Kilogramm Marihuana und 17 Kilogramm Amphetamine an weitere Abnehmer verkauften. 4,5 Kilogramm Amphetamine sowie 7,5 Kilogramm Marihuana konnten die Beamten noch sicherstellen.

Die Ermittlungen begannen mit der Festnahme eines 48 Jahre alten Rauschgifthändlers im September 2011, der in Passau mit Amphetaminen dealte. In der Wohnung des Mannes wurden 250 Gramm der Droge sichergestellt. Der 48-Jährige wurde von einem gleichaltrigen Mann beliefert, bei dem die Polizei weitere 250 Gramm Amphetamine und 100 Gramm Marihuana fand. Er wurde bereits zu zwei Jahren Haft verurteilt. Sein Abnehmer muss drei Jahre und drei Monate absitzen.

Die Spur führte weiter zu einem zweiten Lieferanten, einem 33-jährigen Mann aus dem Landkreis Passau. In seiner Firma stellte die Polizei rund vier Kilogramm Amphetamine und 400 Gramm Marihuana sicher. Wie die Kripo herausfand, belieferte er mehrere Dealer in Oberbayern und Ostbayern. Die beiden 48 und 33 Jahre alten Lieferanten wiederum hatten die Drogen von einem 54-Jährigen aus dem Raum Düsseldorf und einem 51-jährigen Niederländer, der in der Schweiz wohnt.

Der 54-Jährige wurde auf frischer Tat ertappt, als er dem 33-Jährigen 6,5 Kilogramm Marihuana in dessen Firma übergab. Der Niederländer wurde in Düsseldorf festgenommen. Alle drei Männer sitzen in Bayern in Untersuchungshaft und warten auf ihre Gerichtsverhandlungen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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