Eine Diskothek
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Viele Feierwillige aus Bayern fahren zum Partymachen über die Grenze nach Österreich. (Symbolbild)

Discos waren voll

Im Freistaat nicht erlaubt - Bayern fahren zum Feiern nach Österreich: „Ging richtig zur Sache“

  • Katarina Amtmann
    VonKatarina Amtmann
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In Bayern gelten trotz niedriger Inzidenzen strengere Corona-Regeln als in Österreich. Feierwillige aus dem Freistaat fahren deshalb über die Grenze zum Nachbarn.

München - Gemeinsam an der Bar etwas trinken und im Club tanzen - ohne Maske* und Abstand. Trotz niedriger Inzidenzen* ist das in Bayern noch nicht erlaubt. Club- und Barbetreiber bangen aufgrund der Corona*-Pandemie weiter um ihre Existenzen. Eine Perspektive für die Nachtgastronomie gibt es derzeit noch nicht. Feierwillige Bayern weichen deshalb aus: nach Österreich. Darüber freuen sich die oberösterreichischen Wirte besonders, wie die Passauer Neue Presse (PNP) berichtet.

Corona-Maßnahmen lockerer: Bayern fahren zum Feiern nach Österreich

Allein beim „Stiegenwirt“ in Schärding nahe der Grenze zu Passau* waren am Wochenende vier Gruppen aus Bayern zum Feiern. „Die haben bei uns Polterabend gefeiert“, erzählte Besitzer Stefan Schneebauer dem Blatt. Die Stadt würde sich dafür besonders eignen, denn: „Hier kann man schön von Gastro zu Gastro ziehen.“

Die Feiernden aus dem Freistaat genießen vor allem die Freiheiten, die es in Österreich bereits gibt. „Eine Damengruppe hat mir erzählt, dass sie es so schön findet, dass bei uns schon wieder fast alles erlaubt ist“, zitiert die PNP Schneebauer. Immerhin darf man dort schon wieder ohne Maske und Abstand feiern - unter Einhaltung der 3-G-Regeln. Man muss also nachweisen entweder geimpft, genesen oder getestet zu sein. „Nur noch die Personenanzahl ist begrenzt.“

Bayern feiern in Österreich: „Da ging‘s richtig zur Sache dieses Wochenende“

Betreiber dürfen ihre Lokale aktuell nur bis zu 75 Prozent auslasten, wie es weiter heißt. Dass das Partyvolk aus Bayern das Coronavirus mit nach Österreich bringen könnte, davor hat Schnneebauer keine Angst. „Natürlich kann immer was sein, aber Sorgen mache ich mir da keine“, sagte er der PNP. Im Gegenteil: Nach der coronabedingten Zwangspause freue er sich über jeden Gast. Die Nachbarn aus Bayern machten auch bereits vor Corona einen Großteil der Kunden aus, bis zu 60 Prozent. Neu sei nur, dass nun auch die Jüngeren nach Schärding kommen. „Da ging‘s richtig zur Sache dieses Wochenende.“

Gefeiert wurde nicht nur im „Stiegenwirt“, sondern auch am Sportgelände in Schardenberg. Der dortige Fußballverein veranstaltete von Freitag bis Sonntag ein dreitägiges Sport- und Zeltfest, wie die PNP berichtet. Am ersten Tag sei das Gelände bereits um 21 Uhr voll von Feierwütigen gewesen, 1000 Personen waren zugelassen, darunter auch zahlreiche aus Bayern.

Video: So feiert Österreich die Club-Öffnung

Partyvolk aus Bayern feiert in Österreich - „Die durften schon keinen mehr rein lassen“

In seinem Lokal „Gugg Lounge“ an der Grenze in Braunau bediente Christian Hofer viele Gäste aus Bayern. „Normalerweise machen die bis zu 50 Prozent unserer Gäste aus. Aktuell sind es um die 30 Prozent, aber es werden immer mehr“, berichtet er der PNP. Und nicht nur er profitiert „Die Discos bei uns waren komplett voll am Wochenende, die durften schon keinen mehr reinlassen.“ (kam) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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