Baukräne ragen in den Himmel
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An einem solchen Baukran sind in Passau kürzlich zwei Aktivisten hochgeklettert. (Symbolbild)

Gegen das Klimakonzept der Stadt

Protest in der Höhe: Passauer Klimaschützer auf Kran unterwegs - „Inkonsequent, intransparent, frech“

  • VonClara Marie Tietze
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Immer wieder besetzen Aktivisten Plätze, Baustellen oder andere Gelände um für ihre Interessen Aufmerksamkeit zu schaffen. Nun auch in schwindelerregender Höhe.

Passau - Immer mehr Klimaaktivisten setzen sich in Deutschland für ambitioniertere Klima-Konzepte ein. Was mit der Fridays For Future-Bewegung besonders in die Öffentlichkeit gerückt wurde, wird nun bundesweit mit Klimacamps und anderen Aktionen in viele Kommunen getragen. Auch in Passau* starten die jungen Aktivisten immer wieder verschiedene Aktionen. Erst kürzlich begaben sich zwei der Aktivisten abends in schwindelerregende Höhen.

Passauer Klimaaktivisten zu städtischem Konzept: „Inkonsequent, intransparent, frech“

In der Passauer Innenstadt sind zwei junge Männer auf einen zentral platzierten Kran geklettert, um ein Banner aufzuhängen. Mit den Worten „Klimaschutzkonzept. Inkonsequent. Intransparent. Frech.“ soll darauf gegen das gerade beschlossene Klimakonzept der Stadt demonstriert werden. Die Kritik: Die Vorgaben des Pariser Klimaabkommens werden in der neuen Regelung laut Klimacamp Passau ignoriert. Die Aktivisten schreiben dazu bei Twitter: „Es hieß nur ‚Wir machen das, was möglich und politisch umsetzbar‘ ist.“ Das ist den Demonstranten aber offensichtlich zu wenig.

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Kran-Protest in Passau: Twitter-Video aufgetaucht

Eine Twitter-Nutzerin postete nun dieses Video der waghalsigen Kran-Aktion:

Laut Polizeiangaben* wurde der Bereich unter dem Kran abgesperrt. Die Klimaschützer waren zwei Stunden lang auf dem Kran zugange, der am Rathaus aufgestellt war. Anschließend kletterten die beiden - laut Polizeisprecher - professionell gesicherten Aktivisten wieder herunter. Es wurde niemand verletzt, auch Sachschäden entstanden laut der Behörde keine.

Kran-Protest in Passau: Nicht die erste Klimaaktion

Bereits vor einigen Woche hatten sich Klimaschützer in der Passauer Innenstadt getroffen, um einen Baum auf der Innpromenade zu besetzen. Stundenlang harrten sie auf dem Grün aus, bis die Polizei die unangemeldete politische Versammlung schließlich räumen ließ. Um die Aktivisten von dem Baum zu holen, wurde ein SEK-Team mit Höhenausbildung aus München angefordert. Eine spontane Solidaritätsdemonstration zur Unterstützung der Aktivisten begleitete die Aktion mit Buh-Rufen und Unverständnis. Auch im Netz wurde das extra angerückte SEK als unverhältnismäßig eingestuft. (dpa) *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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