Firmenschild von Mymuesli an einer Hausfassade
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Nur drei Mymuesli-Filialen werden übrig bleiben. Alle anderen wird das Unternehmen in den nächsten 24 Monaten schließen.

20 von 23 Läden betroffen

Umsatzeinbruch in der Corona-Pandemie: Mymuesli schließt fast alle Filialen - 130 Kündigungen

  • vonMayls Majurani
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Der Passauer Müslihersteller Mymuesli bekommt die Folgen des coronabedingten Lockdowns zu spüren. Innerhalb der nächsten zwei Jahre werden fast alle Filialen geschlossen.

Passau – Lebensmittelgeschäfte dürfen im Lockdown während der Corona*-Pandemie offen bleiben. Die Kunden bleiben in den Filialen des Passauer Müsliherstellers Mymuesli dennoch aus. Sogar in Nicht-Lockdown-Monaten brach der Umsatz um 80 Prozent ein. Mymuesli zieht nun Konsequenzen. In zwölf bis 24 Monaten soll ein Großteil der Läden geschlossen werden. Betroffen sind 20 der 23 Filialen und insgesamt 130 Beschäftigte.

„Ob sich das Umsatzniveau wieder stabilisiert, können wir nicht einschätzen. Wir sehen uns gezwungen, diesen Schritt zu gehen“, wird Mitgründer Philipp Kraiss auf internetworld.de zitiert. Von den derzeit 23 Läden werden nur noch die Filialen in Passau*, München* und Geislingen weitergeführt.

20 Ladenschließungen: Mymuesli will sich auf Online-Shop konzentrieren

Entlassungen sind bei den Schließungen wohl unvermeidbar. „Wir bedauern sehr, dass das auch bedeutet, uns von einigen großartigen Mitarbeitern im Laufe des Jahres zu verabschieden und werden umso bemühter sein, faire Lösungen zu entwickeln“, so Hubertus Bessau, ebenfalls Mitgründer von Mymuesli. Einige Mitarbeiter sollen in den Unternehmensstandorten in Passau und Berlin unterkommen, für die meisten der betroffenen 130 Beschäftigten sei die Kündigung aber unausweichlich.

Weil laut Mymuesli auch immer mehr Kunden online einkaufen soll der Fokus des Unternehmens künftig stärker auf dem Online-Shop liegen. Auch die Individualisierung der Produkte soll vorangebracht werden. Die Produktpalette soll beispielsweise um Baby-Nahrung erweitert werden, berichtet BR24. (ma) * merkur.de und tz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerks.

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