Die Passauer Kommune Büchlberg hat in einer neuen Verordnung harte Strafen für Hundehalter festgelegt.
+
Harte Strafen für Hundehalter in Passauer Kommune

Versäumnisse werden teuer

Bis zu 2500 Euro: Passauer Kommune beschließt drastische Strafen für Hundehalter

  • Felix Herz
    VonFelix Herz
    schließen

In einer neuen Verordnung hat die Passauer Kommune Büchlberg festgelegt, dass Hundehalter bei bestimmten Versäumnissen tief in die Tasche greifen müssen.

Büchlberg/Passau – Die jüngst von der Kommune Büchlberg im Landkreis Passau* abgesegnete Hundehaltungsverordnung sorgt für reichlich Wirbel. Denn nicht nur sieht diese harte Regeln für die besten Freunde des Menschen vor, auch bei bestimmten Versäumnissen nimmt die Verordnung die Halter der Hunde in die Pflicht, und das nicht zu knapp. Bisherige Reaktionen zeigen aber: Nicht wenige begrüßen die neue Verordnung!

Passau: Strenge Regeln für Hunde und ihre Halter

Im Detail sieht die Hundehaltungsverordnung vor, dass künftig alle Kampfhunde und große Hunde – welche Rassen hier dazuzählen ist in der Verordnung genauer aufgeführt – im öffentlichen Raum an die Leine genommen werden müssen. Zudem, so schreibt die Passauer Neue Presse (PNP), müssen alle sonstigen Hunde auf Straßen, Plätzen, Sport- und Kinderspielplätzen an die Leine. Diese darf maximal drei Meter lang und muss reißfest sein. Ausnahmen gelten lediglich für bestimmte Hunde, etwa Rettungshunde. Die PNP schreibt weiter, dass alle Hunde – außer Kampfhunde – auf öffentlichen Wald- und Feldwegen bei einer Entfernung von mindestens 100 Metern zu den bebauten und bewohnten Bereichen freien Auslauf erhalten dürften. Und schließlich sind Hundebesitzer dazu verpflichtet, Verunreinigungen durch die Ausscheidungen ihrer Hunde zu verhindern und zu entsorgen.

Passau: Neue Hundehaltungsverordnung - Bei Versäumnissen drohen hohe Geldstrafen

Kommt es jedoch zu Versäumnissen vonseiten der Hundehalter, macht die Kommune keine Gefangenen. Bei Verstößen gegen die Anleinpflicht sind bis zu 1.000 Euro fällig. Richtig teuer wird es, wenn Herrchen oder Frauchen die Hinterlassenschaften des Hundes nicht ordnungsgemäß entfernen – heißt, den Kot unverzüglich aufsammeln und entsorgen. Hier sieht die Hundehaltungsverordnung Strafen von bis zu 2.500 Euro vor. Bisherigen Reaktionen zufolge begrüßen aber viele Menschen das Durchgreifen der Kommune. Eine Hundehalterin schreibt bei Facebook* beispielsweise, dass sie selbst einen Hund habe und in Ruhe Gassi gehen wolle. Andere Kommentatoren sehen das ähnlich, verweisen aber gleichzeitig darauf, dass solche Regeln auch für andere Tiere, wie etwa Katzen und deren unschöne Hinterlassenschaften gelten sollten. Ob wohl bald auch eine neue Katzenhaltungsverordnung kommt? *Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Übrigens: Die wichtigsten Geschichten aus dem Freistaat gibt‘s jetzt auch in unserem brandneuen, regelmäßigen Bayern-Newsletter.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare