1. Startseite
  2. Bayern
  3. Passau & Niederbayern

Bayerische Stadt bereitet sich auf Kriegsflüchtlinge vor und erhält breite Unterstützung aus der Bevölkerung

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Katarina Amtmann

Kommentare

Ukraine-Konflikt - Demonstration in Stuttgart
Die Unterstützung für die Ukraine ist groß. © Christoph Schmidt/dpa/dpa-Bildfunk

Russlands Angriff auf die Ukraine sorgt für unzählige Menschen, die vor dem Krieg flüchten. Eine bayerische Stadt nahe der Grenze bereitet sich vor, um zu helfen.

Passau - Der Krieg in der Ukraine treibt viele Menschen in die Flucht Richtung Westen. Die Stadt Passau trifft nun Vorbereitungen. „Mit großer Sorge betrachten wir die aktuelle Situation in der Ukraine. So ein Krieg war für uns alle nicht vorstellbar. Unsere Gedanken sind bei den Ukrainern, die um ihr Leben fürchten müssen“, teilte Oberbürgermeister Jürgen Dupper am Wochenende auf Facebook mit. Die Stadt bereitet sich nun auf den Fall vor, dass zahlreiche Flüchtlinge aus der Ukraine auch in der Stadt Passau ankommen.

Ukraine-Konflikt: Stadt Passau bereitet sich auf Kriegsflüchtlinge vor

Dupper hat dazu eine verwaltungsinterne Koordinierungsgruppe ins Leben gerufen, um die notwendigen Schritte vorzubereiten. Erster Anlaufpunkt für Flüchtende in einer größeren Anzahl ist die Dreiländerhalle.

Russlands Ukraine-Krieg: Stadt Passau unterstützt Flüchtlinge und erhält Zustimmung

„Wie in bisherigen Notsituationen wie z. B. Hochwasser, Migration oder Pandemie auch, kann die Stadt Passau glücklicherweise auf ein sehr verlässliches Netzwerk aus Rettungs- und Hilfsorganisationen sowie einer leistungsfähigen staatlichen und kommunalen Verwaltung zurückgreifen“, schrieb die Stadt auf Facebook weiter. In den Kommentaren ist viel Zustimmung zu lesen. „Jetzt muss Europa zusammen halten und auch wir müssen helfen, wo es nur geht. Danke Stadt Passau, dass so schnell reagiert wird.“

Und eine weitere Person kommentiert: „Gemeinsam schaffen wir das! Jeder einzelne kann ein klein bisschen dazu beitragen. Das alle sind unschuldige Menschen, Kinder und Zivilisten, die da flüchten vor einem absolut unsinnigen Krieg.“ In den Kommentaren findet sich viel Hilfsbereitschaft: „Danke Herr Dupper und allen Verantwortlichen der Stadt Passau! Geben Sie Bescheid, was Mann/Frau tun kann, ich helfe gerne!“

Video: Trotz ständigem Alarms: Lage in Kiew „ruhig“

Übrigens: Unser Bayern-Newsletter informiert Sie über alle wichtigen Geschichten aus dem Freistaat. Melden Sie sich hier an.

Angriff auf die Ukraine: Landkreis Passau bereitet sich auf Kriegsflüchtlinge vor

Auch der Landkreis Passau bereitet sich auf Flüchtlingsströme vor: „Welche Routen und Wege die Ukrainer dabei nutzen, ist derzeit noch nicht absehbar. Dennoch trifft der Landkreis Passau bereits jetzt Vorbereitungen, um im Notfall gerüstet zu sein“, teilte das Landratsamt am Samstag mit. Landrat Raimund Kneidinger hat dazu am Freitag einen Krisenstab mit Vertretern aller relevanten Behörden und Organisationen einberufen, um einen Notfallplan vorzubereiten. Es sei nicht auszuschließen, dass Flüchtlinge auch über die bayerisch-österreichische Grenze nach Deutschland kommen. „Wir müssen daher jetzt die Zeit nutzen, um im Bedarfsfall eine schnelle humanitäre Erstversorgung leisten zu können.“

Es sei selbstverständlich, dass auch der Landkreis Passau seinen Beitrag leiste, um von Krieg und Gewalt bedrohten Menschen Schutz und Hilfe zu bieten, erklärt der Landrat weiter. „Dazu brauchen wir aber auch die Unterstützung von Bund und Land, um möglichst schnell und unbürokratisch handeln zu können,“ sagt Kneidinger weiter. (kam)

Bayern bereitet sich auf die Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge vor. Das Innenministerium hat die Kommunen zwecks einer Bestandsaufnahme alle Kapazitäten befragt.

Auch interessant

Kommentare