Eine Schwalbe füttert ihre Küken.
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Im niederbayerischen Untergriesbach wurden Schwalbennester auf grausame Weise entfernt (Symbolbild)-

Nur ein Küken überlebt

Grausame Aktion in Niederbayern: Vogelbabys mit Hochdruckreinigern aus den Nestern gespritzt

  • Marion Neumann
    VonMarion Neumann
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Da sie vermutlich bei Malerarbeiten störten, wurden mehrere Schwalbennester im Landkreis Passau auf grausame Weise entfernt. Nur ein Vogelbaby überlebte die Aktion.

Untergriesbach - Eigentlich gelten Schwalben als Glücksbringer. Dem Volksmund nach sind Schwalben, die am Haus brüten, ein gutes Omen - sie sollen Gebäude und Bewohner vor Unwettern schützen.

Allerdings alles andere als positiv gesehen, wurden wohl brütende Schwalben im niederbayerischen Untergriesbach, rund 25 Kilometer von Passau* entfernt. Mit einer grausamen Aktion ging man deshalb gegen die Vögel vor. Ursprünglich hatten wir berichtet, dass diese Tat von den Hausbesitzern ausging. Jetzt stellte sich jedoch heraus: Bisher ist unklar, wer die Tiere aus ihren Nestern entfernt hat.

Untergriesbach bei Passau: Schwalbenküken mit Hochdruckreiniger aus den Nestern gespritzt

Fest steht jedoch: Ohne Rücksicht auf die Schwalbenküken wurden dort am vergangenen Dienstag (13. Juli) mehrere Vogelnester mit einem Hochdruckreiniger entfernt. Wie die Polizei* mitteilt, fanden an dem Haus im Landkreis Passau* Malerarbeiten statt, bei denen die Nester offenbar im Weg gewesen waren.

Mit Hochdruckreinigern wurden die Jungvögel aus den Nestern gespritzt. Es waren mindestens fünf Nester mit je vier bis fünf Küken. Eine Frau, die den Vorfall beobachtetet hatte, informierte den Vogelschutzbund sowie später die Polizei. Unklar war laut Polizei, wer die Vögel aus dem Nest gespritzt hat.

Grausame Aktion in Niederbayern: Nur ein Vogelbaby überlebt

Nur ein einziges Vogelbaby konnte von der Beobachterin gerettet werden. Das Tier wurde an den Landesbund für Vogelschutz übergeben. (nema mit dpa) (*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA)

Vor einiger Zeit entdeckten Polizisten auf einem Hof in Bayern außerdem 150 tote Rinder. Gegen den Landwirt wurde wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ermittelt.

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