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Der Axt-Attentäter von Würzburg in seinem IS-Bekenner-Video.

Leiche freigegeben

Das passiert mit dem toten Axt-Attentäter von Würzburg

Würzburg - Der Leichnam des Würzburger Axt-Attentäters kann bestattet werden. Der Leiter der Staatsanwaltschaft Würzburg bestätigte am Dienstag, dass die Leiche in Rücksprache mit der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe nicht mehr benötigt werde und freigegeben sei.

Nach Auskunft des Landratsamts Würzburg ist für die Bestattung die Stadt Ochsenfurt als letzter Wohnort des Attentäters zuständig. „Wir wollen die Stadt Ochsenfurt dabei aber nicht allein lassen“, sagte eine Sprecherin des Landratsamts. Ein zuständiger Beamter des Landkreises sei in Gesprächen mit dem Landeskriminalamt. In Ochsenfurt war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die „Main-Post“ (Dienstag) berichtete ohne Nennung von Quellen, dass die Behörden auf eine anonyme Bestattung des Täters hinarbeiten. Die Verantwortlichen suchten „bereits fieberhaft „nach einer Stadt, die größer ist als Würzburg““. Dort sei mehr Anonymität gewährleistet. Darüber hinaus hatten nach Auskunft der Staatsanwaltschaft afghanische Angehörige über die deutsche Botschaft in Kabul um eine Überführung des Leichnams gebeten. Ein formaler Antrag dazu lag in Würzburg am Dienstag aber nicht vor.

Der 17 Jahre alte Attentäter hatte vor drei Wochen in einem Regionalzug in Würzburg mit einer Axt und einem Messer fünf Menschen schwer verletzt. In einem Video bekannte er sich zur Terrormiliz IS. Ein Sondereinsatzkommando der Polizei erschoss den Jugendlichen kurz nach der Tat.

dpa

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