Amt verhandelt Sperma-Patent

München - Umweltschützer haben vor einem Patent im Zusammenhang mit der Selektion von Sperma bei Zuchttieren gewarnt. Züchtungsverfahren bei Pflanzen und Tieren dürften nicht patentierbar sein.

Das verlangten die Greenpeace-Berater Christoph Then und Ruth Tippe von der Initiative “Kein Patent auf Leben“ am Mittwoch in München. Das Europäische Patentamt (EPA) will an diesem Donnerstag über die Beschwerde der Gegner gegen ein Patent entscheiden, bei dem es um die Spermienauswahl zur Zeugung weiblicher und männlicher Tiere geht. “Aus unserer Sicht dürfte das Patent so nicht erteilt werden“, sagte Then.

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Besonders interessant sei die Selektion bei Rindern, erläuterte Then. Denn bei männlichen Nachkommen von auf Milchleistung gezüchteten Kühen lohne die Mast nicht. Umgekehrt hätten auf Mast gezüchtete Rinder eine geringe Milchleistung, so dass die weiblichen Tiere weniger Ertrag brächten. Die Selektion funktioniert über das Gewicht der Spermien: Die Spermien mit dem männlichen Y-Chromosom seien etwas leichter, diejenigen mit X-Chromosomen seien schwerer.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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