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Rettungssanitäter versuchen, einen fettleibigen Patienten zu transportieren.

Patienten zu dick: Rettungsdienste brauchen Spezialwagen

Augsburg - Bayerns Rettungskräfte rüsten auf, weil immer mehr Patienten viel zu dick sind. 26 neue Spezialfahrzeuge sollen angeschafft werden. Stückpreis: 200.000 Euro.

Im kommenden Jahr wollen die Rettungsdienste 26 neue Spezialfahrzeuge - sogenannte "Schwerlast-Retter" - anschaffen, mit denen Menschen transportiert werden können, die für herkömmliche Krankenwagen zu schwer sind. "Diese Fahrzeuge sind notwendig", sagte ein Sprecher des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) am Montag in Augsburg. Der Prototyp soll Ende des Jahres vorgestellt werden.

Jeder Rettungsbezirk solle vom kommenden Jahr an einen solchen, rund 200.000 Euro teuren Spezialwagen haben. "Damit können wir einen menschenwürdigen Transport gewährleisten", fügte der BRK-Bereichsleiter für die Rettungsdienste, Peter Hausel, hinzu.

Bislang war es immer wieder zu Engpässen gekommen. Ein Sprecher des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) sprach von bayernweit zwei Spezial-Fahrzeugen, die extrem übergewichtige Patienten transportieren können.

In Neu-Ulm wartet derzeit eine 250 Kilo schwere Intensivpatientin auf ihre Verlegung in die nur wenige Kilometer entfernte Uniklinik Ulm. "Es ist nicht einfach, ein Fahrzeug aufzutreiben, das für den Transport von so schwergewichtigen Patienten zugelassen ist", sagte ein Kliniksprecher. Weder die Klinik selbst, noch das BRK oder die Feuerwehr vor Ort verfügten über einen solchen Wagen. Nach BRK-Angaben hat die Klinik nun ein Intensivfahrzeug aus Regensburg angefordert.

Herkömmliche Krankenwagen sind nur auf Patienten ausgerichtet, die nicht mehr als 150 Kilo auf die Waage bringen. Die neuen "Schwerlast-Retter", die vom kommenden Jahr an einsatzbereit sein sollen, können Menschen transportieren, die bis zu 300 Kilo wiegen. Sie sind nach Angaben Hausels mit einer Rampe ausgestattet, die vergleichbar mit der eines Lastwagens ist, haben breitere Tragen und bieten vor allem mehr Platz.

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