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Hochwasser in Wertheim.

Pegelstand bei Wertheim eilt Vorhersage voraus

Wertheim - Für die vom Hochwasser heimgesuchten Bürger in Wertheim im Main-Tauber-Kreis ist der Rückgang der Fluten in ihrer Stadt auch am Mittwochmorgen noch nicht absehbar gewesen.

Um 5.00 Uhr kletterte der Pegelstand des Mains auf 5,72 Meter, berichtete ein Sprecher der Feuerwehr. Damit wurde der ursprünglich erst für Mittwochmittag oder -nachmittag erwartete Höchstwert von 5,70 Metern bereits überschritten. Die Einsatzleitung rechnet nun damit, dass bis zum Mittag ein Höchstwert von etwa 5,90 Metern erreicht werde. Die Scheitelpunkt-Prognose wurde also 20 Zentimeter nach oben korrigiert. In der Nacht zum Mittwoch war das Wasser schon gut einen Tag in die historische Altstadt geflossen.

In der 24.000 Einwohner zählenden Stadt ganz im Norden Baden-Württembergs herrschte in der Nacht trotz der zunehmenden Überschwemmung relative Ruhe. Rund 450 Häuser mit etwa 1000 Bewohnern sind betroffen. 70 Einsatzkräfte leisteten Hilfe. Die betroffenen Anlieger hätten einen Pendelverkehr aus neun Booten vor allem tagsüber genutzt, teilte die Einsatzleitung mit. Die Menschen in Wertheim sind die Fluten seit Jahren gewohnt und hatten diesmal rechtzeitig vorgesorgt.

Anwohner und Geschäftsleute sicherten ihre Häuser und Wohnungen so gut es ging und räumten alles Bewegliche aus der Gefahrenzone. Viele Läden haben mobile Warenständer und Fliesen statt Teppichböden. Da die Fluten das Leben in der Stadt aber manchmal mehrmals im Jahr tagelang lähmen, bedeutet jedes größere Hochwasser Umsatzausfall für die Geschäftsleute.

dpa

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