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Die "Pendolino"-Züge werden ausrangiert.

Endstation Museum

Letzte Fahrt für „Pendolino“-Züge

Nürnberg - Sie haben Bahngeschichte geschrieben: 20 Jahre haben die einst innovativen "Pendolino"-Züge Fahrgäste zwischen Hof und Nürnberg kutschiert. Jetzt werden sie ausrangiert.

Der „Pendolino“ läutete vor gut 22 Jahren ein neues Bahnzeitalter ein: Mit dem Einsatz der ersten zehn Neigetechnik-Triebwagen verkürzten sich die Fahrzeiten auf den kurvenreichen Strecken zwischen Hof und Nürnberg um rund ein Viertel. Nach 100 Millionen gefahrenen Kilometern - das entspricht der 130-fachen Entfernung zum Mond und wieder zurück - setzt die Bahn am Dienstag in Nordostbayern zum letzten Mal einen Pendolino mit der in Italien entwickelten Technik ein. Danach werden die 20 Züge der Baureihe „VT 610“ offiziell aus dem Regionalverkehr ausrangiert.

Der Zug fuhr zum Abschied noch ein letztes Mal mit Ehrengästen von Hof über Pegnitz nach Nürnberg. Endstation ist das DB Museum in Nürnberg. Ein Verbleib des Zuges im Museum sei allerdings nicht geplant, sagte ein Bahnsprecher. Der Zug werde die Ehrengäste danach wieder nach Oberfranken zurückbringen.

Im Jahr 1996 sorgte die Einführung einer Neukonstruktion des Pendolinos mit deutscher Neigetechnik für Schlagzeilen: Bei den Triebwagen der Baureihe 611 kam es aufgrund technischer Probleme jahrelang zu erheblichen Verspätungen. So entdeckten Techniker plötzlich feine Risse an nachträglich eingebauten Schwingungsdämpfern; einige Züge wurden aus dem Verkehr genommen, andere durften nur noch mit Tempo 140 statt 160 fahren, später sogar nur noch mit Tempo 100.

Als im November 2000 plötzlich auch noch Achsenprobleme auftauchten, stellte die Bahn die Signale vorübergehend für alle „Pendolinos“ der Baureihe VT auf Rot.

dpa

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