17 Personen in einem Auto geschleust

Freyung/Passau - Auf der A 3 bei Passau konnten Schleierfahnder am Dienstag die Einschleusung von 17 Personen in einem Van verhindern.

Auf Höhe der Anschlussstelle Passau zogen die Polizeibeamte den Van aus dem fließenden Verkehr. Das Staunen der Passauer Beamten war groß, als sie sechs Männer, vier Frauen und sieben Kinder im hinteren Teil des Fahrzeugs feststellten. Aus dem hinteren Teil des Pkw waren alle Sitze ausgebaut worden.

Der Fahrer, ein 23-jähriger Kroate, hatte die aus dem Kosovo stammenden 17 Personen über Ungarn und Österreich nach Deutschland eingeschleust. Um nicht aufzufallen, waren an dem in Österreich zugelassenen Van deutsche Kennzeichen montiert worden. Die österreichischen Original-Kennzeichen lagen unter dem Beifahrersitz versteckt.

Bei dem Kroaten fanden die Beamten außerdem sechzehn mit "Speed" gefüllte Rauschgift-Briefchen. Der Mann gab zu, die Droge genommen zu haben, um nicht während der stundenlangen Fahrt einzuschlafen.

Die eingeschleusten Erwachsenen erhielten Strafanzeigen wegen ihrer illegalen Einreisen. Anschließend wurden sie mit den Kindern nach Österreich zurückgebracht.

Der kroatische Schleuser muss sich wegen des gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern sowie dem Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten. Die Beförderung der 17 Personen, darunter sieben Kleinkinder, war nicht nur menschenunwürdig, sondern darüber hinaus auch lebensgefährlich: Die Geschleusten wurden in einem völlig überladenen Fahrzeug bei fast 30 Grad Außentemperatur über Stunden von einem Fahrer, der nach eigenen Angaben unter Drogen stand, ohne Rückhaltesysteme, wie Sitze oder Gurte, transportiert.

Der zuständige Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Passau ordnete für den Schleuser die Untersuchungshaft an. Bundespolizisten lieferten den Mann in die Justizvollzugsanstalt Passau ein.

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