Pfadfinder-Bus überschlägt sich: Bub (12) tot

Neunkirchen - Tragödie bei Pfadfinderzeltlager: Auf dem Weg zum Badeausflug überschlägt sich ein Kleinbus mit acht Kindern an Bord. Alle kommen aus Bayern.

Auf dem Weg zu einem Badeausflug ist ein zwölfjähriger Bub aus dem Unterallgäu in einem Kleinbus ums Leben gekommen. Das mit weiteren sieben Kindern und Jugendlichen eines Pfadfinder-Zeltlagers besetzte Fahrzeug hatte sich nahe dem nordbadischen Neunkirchen (Neckar-Odenwald-Kreis) im Wald mehrfach überschlagen, berichtete die Staatsanwaltschaft Mosbach.

Die Pfadfinder aus Bayern im Alter zwischen 12 und 22 Jahren wurden alle schwer verletzt. Sie kommen nach Angaben der Polizei aus der Stadt und dem Landkreis München sowie aus den Landkreisen Fürstenfeldbruck, Neu-Ulm und Unterallgäu.

Der 20-jährige Fahrer hatte auf dem Zufahrtsweg der Burgruine Stolzeneck in einem Waldstück zwischen Neunkirchen und Eberbach kurz vor dem Ufer des Neckars die Kontrolle über den Wagen verloren. Der Kleinbus prallte dabei talwärts zunächst gegen eine Baumwurzel, drehte sich anschließend um 90 Grad und fiel zehn Meter in die Tiefe. Dabei überschlug sich das Fahrzeug mehrmals, einige Kinder wurden dabei durch die sich öffnende Hintertür geschleudert.

Rettungshubschrauber flogen die Verletzten in Spezialkliniken nach Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen. Der zwölfjährige Bub starb abends in einer Heidelberger Klinik an den Folgen seiner Verletzungen. Um die übrigen Kinder und Betreuer des Zeltlagers kümmerten sich Notfallseelsorger in einer Mehrzweckhalle in Eberbach. Helfer des Roten Kreuzes versorgten die Pfadfinder mit Essen, Feldbetten und Decken. Zur Klärung der genauen Unfallursache wurde ein Kfz-Sachverständiger hinzugezogen. Unklar ist, ob die Kinder und Jugendlichen angeschnallt waren.

In der Vorburg der mittelalterlichen Burgruine Stolzeneck oberhalb einer Neckarschleife befindet sich ein Zeltplatz für 70 Personen. Der Platz wird in den Sommerferien meist von Jugendgruppen und Pfadfindern genutzt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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