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Anton Pfahler

Anton Pfahlers Sohn nahm sich selbst das Leben

Neuburg – Der Sohn des bekannten Rechtsextremisten Anton Pfahler hat Selbstmord begangen.

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Vor Polizei: Rechtsextremist Pfahler richtet Waffe auf sich

Wie die Polizei nach der Obduktion von Florian Pfahler am späten Donnerstagnachmittag mitteilte, nahm sich der 23-Jährige mit einer Pistole das Leben.

Anton Pfahler (65) hatte sich am Mittwochnachmittag bei seiner Waldhütte zwischen Ried und Attenfeld im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen vor den Augen mehrerer Polizisten in den Bauch geschossen. Nach Polizeiangaben handelte es sich dabei um dieselbe Waffe, mit der sich kurz zuvor Florian Pfahler erschossen hatte. Seine Leiche fand man etwa 50 Meter von der Hütte entfernt. Für die Pistole lag keine waffenrechtliche Erlaubnis vor. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich auch der 65-Jährige, der im nahen Sinning lebte, töten wollte. Aus einem Abschiedsbrief, der in der Hütte gefunden wurde, lasse sich erkennen, dass das Motiv im privaten Bereich liege. Der Brief ist offenbar in der „Wir“-Form verfasst. Ob er von Vater oder Sohn stammt, ist noch unklar. Auch der genaue Tathergang ist trotz Obduktion noch nicht bekannt. Deshalb wird gegen den Vater nicht nur wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz, sondern auch wegen Totschlags ermittelt.

Anton Pfahler hatte sich durch den Bauchschuss lebensgefährlich verletzt. Ein Notarzt stabilisierte ihn am Tatort, im Klinikum Ingolstadt wurde er notoperiert. Gestern war er nicht mehr in akuter Lebensgefahr. Er konnte aber noch nicht vernommen werden.

Über Anton Pfahler ist bekannt, dass er einst Mitglied der rechtsradikalen „Wehrsportgruppe Hoffmann“ war. Diese zeichnet verantwortlich für das Oktoberfest-Attentat von 1980.

Wegen Waffenhandels saß er drei Jahre und acht Monate im Gefängnis. Ob auch der 23-Jährige einen Neonazi-Hintergrund hat, wollte die Polizei nicht kommentieren. Auf seiner persönlichen Seite auf der Internet-Plattform „Facebook“ veröffentlichte Florian Pfahler aber mehrere Videos über den Zweiten Weltkrieg. Es handelt sich dabei um unkritische und romantisierende Darstellungen Adolf Hitlers. Berichten der Neuburger Rundschau zufolge war der 23-Jährige psychisch krank.

Vater und Sohn hatten nicht zusammen gewohnt, Anton Pfahler war von seiner Frau getrennt. Auch sie lebt in der Region.

mm

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