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Künftig tabu in Rothenburg: Kutschpferde.

Pferdekutschen künftig in Rothenburg tabu

Rothenburg o. d. Tauber - Nach dem qualvollen Tod eines Kutschpferdes Ende August sollen Pferdedroschken künftig aus dem Stadtbild von Rothenburg ob der Tauber verbannt werden.

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Pferd tot: Tierschützer wollen Kutschfahrten verbieten

Allen fünf örtlichen Fuhrunternehmen würden zum Jahresende die öffentlichen Standplätze für ihre Kutschen gekündigt, berichtete der Leiter des Ordnungsamtes, Roland Pfaffelhuber, am Freitag. Zudem solle die gesamte mittelalterliche Altstadt für Pferdekutschen gesperrt werden. Die entsprechenden Beschlüsse habe der Rothenburger Stadtrat am Donnerstagabend gefasst.

Die Stadt wolle damit verhindern, dass Passanten von Pferdefuhrwerken gefährdet würden. "Nicht auszudenken, was passiert, wenn ein Pferd durchgeht und ein Kind läuft gerade vorbei." Nach Pfaffelhubers Angaben hatte die Stadt die Zeitungsberichterstattung über Zwischenfälle der letzten zehn Jahren mit Pferdkutschen in Rothenburg ausgewertet. "Wir waren erschrocken, wie viele Berichte wir fanden. Das reichte von fahrerlosen Kutschen, scheuenden Pferden bis zu Beschädigungen und anderen Zwischenfällen", berichtete der Ordnungsamtschef.

Ausschlaggebend für die Überprüfung sei der Tod eines Pferde Ende August gewesen. Das Tier war bei einer Kutschfahrt zusammengebrochen und anschließend verendet. Nach Zeitungsberichten über diesen Vorfall waren bitterböse E-Mails aus aller Welt bei der Stadt eingegangen, die mit ihrem mittelalterlichen Flair vor allem Anziehungspunkt für japanische Urlauber ist. Pro Jahr besuchen rund 1,5 Millionen Touristen die Stadt.

dpa

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