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Pfingstferien: Die große Staugefahr

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Von: Johannes Welte

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Stau auf der A8
An Pfingstsamstag ist wegen der Blockabfertigung wieder mit Lkw-Rückstau bis auf die A8 zu rechnen © Josef Reisner dpa

Die großen Coronabeschränkungen gehören der Vergangenheit an. Endlich kann man wieder mit dem Auto unbeschwert in den Urlaub fahren – denken viele. Dabei ist die erste Stauwelle nach Corona vorprogrammiert.

„Es wird wieder voll werden auf den Straßen, wie vor Corona“, prognostiziert Alexander Kreipl, Verkehrs- und umweltpolitischer Sprecher des ADAC Südbayern, die Situation, die Zehntausenden Urlaub am kommenden Wochenende bevorsteht. Südtirol, Gardasee oder die Adria locken – schon am Freitagnachmittag rechnen die Experten mit vollen Straßen, wenn die Kinder aus der Schule kommen oder die Arbeitswoche endet.

Am Samstag wird es besonders eng

„Auch am Samstag wird es voll auf den Autobahnen Richtung Österreich und Italien“, sagt Kreipl. Die Schwerpunkte sind naturgemäß die A8 auf voller Länge von Karlsruhe bis Salzburg, die A9 von Nürnberg bis München, der Autobahnring München (A99) und die A7 in ihrem gesamten Verlauf durch Bayern von Fulda bis Füssen. In Österreich wird es mit dem hohen Verkehrsaufkommen auf der Inntalautobahn A12 und im weiteren Verlauf auf der Brennerautobahn A13 und auf der italienischen Seite auf der A22 weitergehen. Ähnlich sieht es auf der Tauernautobahn A10 Salzburg-Villach aus. Ein besonders schwieriges Nadelöhr sieht Kreipl mit einer Baustelle auf der Brennerautobahn zwischen Innsbruck-Süd und der Mautstelle Schönberg. „Auch an der Mautstelle Sterzing dürfte es jenseits des Brenners Wartezeiten geben.“ In Bayern wird es trotz des neuen Tunnels in Oberau am Autobahnende der Garmischer Autobahn 95 Wartezeiten geben.

Ausweichrouten gesperrt

Wer entlang der österreichischen Autobahnen im Stau steht, sollte nicht auf die Idee kommen, über Landstraßen ausweichen zu wollen –es gelten Abfahrtsverbote für Durchreisende. „Die werden von der österreichischen Polizei scharf kontrolliert“, warnt Kreipl.

Blockabfertigung bringt noch mehr Chaos

Als wäre des Pfingsreiseverkehr nicht genug – während der Ferien kommt an der Grenze bei Kufstein auch noch die Lkw-Blockabfertigung durch das Bundesland Tirol hinzu. Ab 5 Uhr früh werden dann nur 250 Lastwagen pro Stunde Richtung Tirol durchgelassen, was vor allem in den Morgenstunden für Lkw-Rückstau sorgen wird. Die nächste Blockabfertigung ist schon am kommenden Freitag geplant, wenn die Pfingstreisewelle startet. Auch am Samstag wird der Lkw-Verkehr gedrosselt, ebenso von Dienstag bis Donnerstag kommender Woche, Montag bis Mittwoch übernächster Woche und am Freitag, den 17. Juni. Die Lastwagen werden sich kilometerweise zurückstauen, sie standen n der Vergangenheit schon mal bis zur A8 und da weiter bis zum Irschenberg. Für Autofahrer steht dann eine Spur weniger zur Verfügung, auf der A93 zwischen Inntaldreieck und Grenze bleibt dann nur eine übrig.

Erste Rückreisewelle schon am Pfingstmontag

Die erste Rückreisewelle steht schon am Pfingstmontag ins Haus. Am Mittwoch vor Fronleichnam (16. Juni) könnte es ebenfalls voll werden. Die große Rückreisewelle steht dann am 18. und 19. Juni bevor, auf den gleichen Autobahnen wie genannt – nur in Richtung Norden. Kreipl rät schon vor der Hinreise: „Wasser und Proviant mitnehmen, Reiseroute und das Auto vor der Abfahrt checken.“

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