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Eine Studie der Telekom-Stiftung hat Ende 2015 ergeben, dass in Bayern 35 Prozent der Lehrer mit der IT-Ausstattung unzufrieden sind.

Lehrer übernehmen Wartung in der Freizeit

Philologenverband: Jeder dritte Schul-Computer defekt

München – An deutschen Schulen ist offenbar jeder dritte Computer kaputt. Der Philologenverband schätzt, 30 Prozent der Geräte seien nicht einsetzbar, und fordert EDV-Experten, die sich um die Wartung der Geräte kümmern. Bisher übernähmen das Lehrer vielfach in ihrer Freizeit und erhielten nur wenig Ausgleichsstunden.

Das Bayerische Kultusministerium hat keinen Überblick über die Computer. Eine Erhebung, wie viele davon nicht genutzt werden können, gebe es nicht. Allerdings hatte eine Studie der Telekom-Stiftung Ende 2015 ergeben, dass in Bayern 35 Prozent der Lehrer mit der IT-Ausstattung unzufrieden sind, noch etwas mehr mit der Internet-Geschwindigkeit. Nur gut jeder Zweite berichtete, es gebe genügend mobile Geräte für die Schüler. 70 Prozent der Lehrer nutzen den Computer mindestens einmal pro Woche im Unterricht. Die Werte sind besser als im Bundesvergleich.

Laut Kultusministerium stehen Bayerns Schulen rund 353.000 Rechner zur Verfügung, 60 000 davon an den Gymnasien. Im Schnitt gibt es so an jedem Gymnasium 130 Computer. An dieser Ausstattung übt auch der Bayerische Elternverband Kritik. „Eltern beklagen immer wieder, dass Computer nicht nutzbar sind“, sagte der Landesvorsitzende Martin Löwe. Der Verband hält Computer an Schulen für wichtig. Nicht nur, um das Zehnfingersystem zu lernen, sondern auch den Umgang mit dem Internet. Aktuell müssten sich häufig zwei Schüler ein Gerät teilen. „Der Lerneffekt ist geringer“, sagt Löwe. Es sei nicht sinnvoll, Pädagogen für die IT-Wartung abzustellen, warnt er.

Das Ministerium betont, dass die Lehrer durch externe Wartungsverträge und Fortbildungen unterstützt würden. Die Ausgleichsstunden richteten sich nach Umfang der IT-Ausstattung und Schulart.  

scw

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