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Zwei Bergwachten haben am Donnerstagnachmittag eine 37-jährige Urlauberin aus Schwaben gerettet.

17 Bergretter im Einsatz

Dramatische Rettung an Gipfelwand: Frau hängt komplett erschöpft bei Sturm in Klettersteig

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Eine Frau aus Schwaben ging am Donnerstagnachmittag alleine einen Klettersteig in Piding. Trotz heftigem Wind und Regen. Zwei Bergwachten mussten sie retten.

Piding - 17 Männer und Frauen der Bergwachten Bad Reichenhall und Teisendorf-Anger haben am Donnerstagnachmittag eine 37-jährige Urlauberin aus Schwaben gerettet. Sie war trotz des sehr schlechten Wetters allein im Pidinger Klettersteig unterwegs, teilte das Bayerische Rote Kreuz in Bad Reichenhall mit. In der Gipfelwand, rund 70 Höhenmeter unterhalb des Grats, kam sie nicht mehr weiter. Sie war total erschöpft und durchnässt.

Piding: Frau hängt stark erschöpft im Klettersteig

Um 14.50 Uhr ging der Notruf der Frau ein. Die Bergwacht informierte zunächst den Hüttenwirt des nahen Reichenhaller Hauses. Er stieg durch den Klettersteig zur 37-Jährigen ab und betreute sie. 

Die Urlauberin war seit dem Vormittag unterwegs gewesen und kam unterhalb des Überhangs in der Gipfelwand nicht mehr weiter. Die Frau war durch anhaltenden Regen und Wind stark erschöpft. 

Auch in Schongau mussten Rettungskräfte zwei Bergsportler aus den Berg retten.

Rettung: Polizeihubschrauber hatte keine Chance

Die Bergwacht fuhr über die Nordseite zur Steiner Alm und stieg zu Fuß durch den Klettersteig die 70 Höhenmeter bis zu der Frau ab. Auch der Polizeihubschrauber „Edelweiß 8“ war im Einsatz. Jedoch hatte er keine Chance, die Einsatzstelle zu erreichen, da zunächst dichte Wolken den Berg einhüllten. Zudem erschwerten Sturmböen mit bis zu 70 Kilometern pro Stunde jeden Flug an die Felswand.

Die Heli-Crew wartete bei der Grenzpolizei in Urwies und unternahm mehrere Versuche, musste aber gegen 17.30 Uhr endgültig abbrechen.

Die Einsatzkräfte des BRK bei der Rettung.

Lesen Sie auch: Ein Paar hatte eine Frühlings-Bergtour geplant. Am Ende aber steckte es am Roß- und Buchstein im hüfthohen Schnee fest. Die Bergwacht Lenggries musste anrücken.

Bergwacht stabilisierte Frau im Steig

Die Fußmannschaften erreichten die Frau und kümmerten sich um sie. Die Bergwacht stabilisierte die Klettersteigerin, sie konnte das letzte Steilstück aus eigener Kraft bis zum Ausstieg hochsteigen. Im Reichenhaller Haus übernachtete sie.

Weitere Einsatzkräfte hatten zeitgleich am oberen Ende der Gipfelwand einen Standplatz mit einem langen Seil aufgebaut. Im schlimmsten Fall hätte man die Frau so mit einer Trage nach oben ziehen können. Fast fünf Stunden dauerte der aufwendige Einsatz.

Wer muss eigentlich die Kosten für einen Rettungseinsatz in den Bergen bezahlen? Um die Frage stritt nun ein geretteter Anwalt.

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