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Bei der seiner letzten Generalaudienz als Papst geben Trachtler aus Bayern Benedikt XVI. das Geleit.

Weiß-Blau im Vatikan

Trachtler bei letzter Papst-Audienz

München - Die letzte Generalaudienz des Papstes am Mittwoch wird im Zeichen seiner bayerischen Heimat stehen: Darauf jedenfalls lassen Hunderte Pilger aus dem Freistaat schließen.

So war es schon, als Benedikt XVI. sein Papstamt antrat, und so wird es auch zum Abschied sein - Trachtler und Gebirgsschützen aus Bayern sorgen auf dem Petersplatz für weiß-blaue Farben und bringen dem Papst nochmals ein Stück Heimat nach Rom. Sogar die Blasmusik spielt.

Bei der letzten Generalaudienz des Papstes an diesem Mittwoch in Rom werden weiß-blaue Fahnen nicht zu übersehen sein. Zum großen Finale von Benedikt XVI. auf dem Petersplatz kommen Hunderte von Pilgern aus dem Freistaat. Zudem reisen die bayerischen Gebirgsschützen an. Auch Trachtler machen sich auf den Weg und eine komplette Blaskapelle aus Traunstein, wo der Papst einst zur Schule ging. Außerdem wird Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) dem katholischen Kirchenoberhaupt persönlich Grüße aus dessen bayerischer Heimat übermitteln, und auch der Münchner Erzbischof Reinhard Marx ist zusammen mit vielen anderen Kardinälen in Rom.

Hunderte Pilger aus dem Freistaat

Allein über das Bayerische Pilgerbüro reisen an die 400 Gläubige aus dem Freistaat nach Rom, wie eine Sprecherin am Montag sagte. Auch mehrere andere Reiseunternehmen haben Bus- oder Flugreisen zur Verabschiedung des Papstes organisiert. Die Gebirgsschützen rücken mit rund 80 Mann an und werden in ihren farbenfrohen Monturen dem Papst ihre Aufwartung machen.

Für den richtigen Ton sogt die Stadtmusik Traunstein. Das Blasorchester ist mit knapp 30 Musikanten unter Leitung von Augustin Spiel auf dem Petersplatz. Allerdings dürfen die Musiker dem Papst nur vor der Audienz „unsere Referenz aus der Vaterstadt erweisen“, wie Spiel es nannte. „Es ist uns ein Ehre und ein einmaliges Erlebnis, dass wir bei der letzten Generalaudienz dabei sein dürfen.“

Auch Ministerpräsident Seehofer unter den Gästen

Dabeisein wird auch Ministerpräsident Seehofer. Zusammen mit seiner Frau Karin verfolgt er zunächst die Generalaudienz. Danach sei eine persönliche Begegnung mit Benedikt XVI. vorgesehen, hieß es am Montag in der Staatskanzlei. Kardinal Marx ist ebenfalls in Rom. Er wird den letzten öffentlichen Auftritt Joseph Ratzingers als Papst auf dem Petersplatz zusammen mit Weihbischof Wolfgang Bischof und dem Vorsitzenden des Diözesanrats, Hans Tremmel, verfolgen.

Papst-Bruder Georg Ratzinger hingegen bleibt lieber daheim in Regensburg und schaut sich die Audienz im Fernsehen an, soweit sein Augenleiden dies zulässt. Benedikt XVI. habe an diesem Tag gar keine Zeit für ihn, begründete der 89-Jährige sein Fernbleiben.

Am Donnerstag, dem letzten Arbeitstag des Papstes, finden dann bayernweit Gottesdienste statt. Im Münchner Liebfrauendom und im Freisinger Mariendom wollen die Gläubigen dem scheidenden Papst für sein Wirken danken. Auch in Bamberg, Regensburg und Eichstätt soll es Gottesdienste geben. Im Papst-Geburtsort Marktl läuten am Abend minutenlang die Kirchenglocken.

dpa

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