Piloten mit Laser geblendet: Geldstrafe für Nürnbergerin

Nürnberg - Für die Piloten waren es Momente des Schreckens, sekundenlang waren beide wie blind: Wegen der Blendung zweier Piloten mit einem sogenannten Laserpointer ist eine 35 Jahre alte Nürnbergerin jetzt verurteilt worden.

Drei Monatsgehälter muss die 35-jährige Nürnbergerin als Strafe zahlen. Das Amtsgericht Nürnberg habe einen entsprechenden Strafbefehl festgesetzt, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Das Gericht wertete die angebliche Spielerei als versuchten Eingriff in den Luftverkehr und vorsätzliche Körperverletzung.

Nach Angaben der Anklagebehörde hatte die Frau Anfang Februar den Strahl ihres Laserpointers zunächst auf das Cockpit eines Linienflugzeuges gerichtet. An Bord der am Flughafen Nürnberg startenden Maschine befanden sich 76 Passagiere. Der Pilot berichtete, er habe plötzlich nichts mehr gesehen und sei kurzzeitig “handlungsunfähig“ gewesen. Danach habe er den Flug aber ohne Störung fortsetzen können.

20 Minuten später traf der von der 35-Jährigen gen Himmel gerichtete Laserstrahl eine mit sechs Fluggästen besetzte Chartermaschine, die gerade landete. Auch der Pilot dieses Flugzeugs berichtete, plötzlich sei er auf schmerzhafte Weise geblendet worden. Trotzdem habe auch er seine Maschine noch sicher landen können.

Die 35-Jährige hatte bei den Ermittlungen eingeräumt, aus Spaß mit dem Laserpointer aus dem Fenster gezielt zu haben. Sie bestritt aber, die Piloten bewusst geblendet zu haben. Sollte die Frau den Strafbefehl nicht akzeptieren, käme es zu einer öffentlichen Gerichtsverhandlung.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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