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Maskierte kamen nachts an Bord

Piraten töten Segler aus Bayern im Beisein seiner Kinder

Kingstown - Piraten haben in der Karibik eine Segelyacht geentert. An Bord des Bootes: Ein Manager aus Franken samt seiner Familie. Der Mann wurde von den Kriminellen getötet.

Er liebte Radrennen und Familienurlaube. Jetzt kam Manager Martin G. (48) bei einem Segeltörn in der Karibik ums Leben. Piraten enterten sein Schiff am Freitag in der Wallilabou Bay auf St. Vincent – an dem Ort, wo auch Szenen des Kinohits Fluch der Karibik gedreht wurden.

Martin G. war mit seiner Frau und den beiden Kindern (17 und 20 Jahre) an Bord der gecharterten Yacht, als zwei Maskierte das Schiff gegen 1.35 Uhr nachts überfielen. Sie töteten den aus Sennfeld bei Schweinfurt stammenden Segler und verletzten den Kapitän schwer. Premierminister Ralph Gonsalves kam selbst an den Tatort und drückte den Familienangehörigen und Besatzungsmitgliedern sein Beileid aus. „Das ist ein schrecklicher Schandfleck auf unserem Land“, sagte der Politiker, der auch für die innere Sicherheit auf St. Vincent verantwortlich ist. Er veranlasste, dass die Familie von Martin G. über Martinique nach Frankreich fliegen konnte. Am Montag sollen sie nach tz-Informationen wieder in ihrer fränkischen Heimat angekommen sein.

In Sennfeld sorgte die Nachricht vom gewaltsamen Tod des einheimischen Seglers für Bestürzung. „Er war ein beliebter Mitbürger, der sich auch immer wieder sozial engagiert hat“, sagte Bürgermeister Emil Heinemann (60) der tz. So trat der über zwei Meter große Sales Manager 28 Jahre lang als Nikolaus in Kindergärten des 5000-Einwohner-Ortes auf. „Wir werden der Familie signalisieren, dass wir ihnen jede Unterstützung zukommen lassen, die der Fall erforderlich macht“, sagte der Gemeindechef.

Laut Auswärtigem Amt kommt es in der Ostkaribik sporadisch zu Raubüberfällen auf ankernde oder sich in Küstennähe aufhaltende Schiffe. Der letzte derartige Überfall in St. Vincent geschah allerdings vor 13 Jahren. Premierminister Gonsalves hat inzwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Kondolenz-Telegramm seine Trauer und Bestürzung über den Vorfall ausgedrückt.

tz

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