Haftbefehl gegen NSU-Helfer Ralf Wohlleben aufgehoben

Haftbefehl gegen NSU-Helfer Ralf Wohlleben aufgehoben

Autofahrt auf der Skipiste

Reit im Winkl - Kuriose Irrfahrt im Promi-Ortsteil Winklmoosalm: Eine Autofahrerin verwechselt die Mautstraße mit der Skipiste. Prompt bleibt sie im Tiefschnee stecken.

Sonntag, zweiter Weihnachtsfeiertag, gegen 21 Uhr. Den ganzen Tag stand die Urlauberin im Skigebiet Winklmoosalm auf den Brettern. Jetzt will sie noch mal rauf vom Seegatterl zur Winklmoosalm (Kreis Traunstein), dort wo Gold-Rosi Mittermeier geboren wurde und sich in ihrem Haus heute noch ab und an mit ihrem Christian zur Erholung zurückzieht. Hinauf fahren darf man zur Winklmoosalm eigentlich nicht – jedenfalls nicht umsonst. Die Mautstraße ist beschrankt, nur wer vier Euro in den Kassenautomat einwirft, wird durchgelassen.

Das ist der 53-jährigen Urlauberin aus Bergisch-Gladbach (Nordrhein-Westfalen) offenbar zu viel. Sie lenkt ihren schwarzen Mercedes C 200 nach rechts und biegt auf die gewalzte Skipiste ein. „So etwas ist mir in meiner gesamten Dienstzeit noch nicht untergekommen“, wundert sich Karl Vogel , Chef-Polizist in Reit im Winkl und dort auch gebürtig. Einige hundert Meter schafft der Mittelklasse-Mercedes es tatsächlich aufwärts. Dann aber helfen auch die besten Winterreifen nichts mehr: Die Frau bleibt mit ihrem Auto im tiefen Schnee stecken.

Was tun? In ihrer Not alarmiert die 53-Jährige per Handy die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern-Süd im fernen Rosenheim, die wiederum informiert die örtliche Polizei. Doch weder der Liftbetreiber noch der diensthabende Beamte können in der Dunkelheit noch viel tun. Früh am Morgen aber zieht ein Radlader den Wagen wieder auf die Straße – rechtzeitig, bevor um 8.30 Uhr der Skibetrieb beginnt. Die Odyssee ist zu Ende.

Die Kosten für die Bergung muss die Frau jetzt berappen. Eine zusätzliche Strafe wegen Verkehrsordnungswidrigkeit bleibt ihr jedoch erspart. Dienststellen-Leiter Karl Vogel in Reit im Winkl drückt beide Augen zu: „Die Frau hatte ja genug Unannehmlichkeiten.“

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