Umstrittene Autobahn 94: Behörden geben Gas

München - Die Behörden machen bei der Planung für die umstrittene Autobahn 94 von München nach Pocking durchs Flusstal der Isen Tempo.

Das sogenannte Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt Dorfen-Heldenstein werde mit der dritten Änderung fortgesetzt, teilte die Regierung von Oberbayern am Montag in München mit. Die Autobahndirektion Südbayern habe dazu einen Antrag gestellt.

Die Änderungen betreffen Aspekte der Landschaftspflege, die von der EU verlangt werden. “Dazu gehören etwa Maßnahmen zum Schutz einer Fledermauskolonie im Bereich von Schwindkirchen“, erläuterte die Bezirksregierung. Zudem werde der Lärmschutz gegenüber der ursprünglichen Planung erweitert.

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Die geänderten Pläne werden nun in den betroffenen Gemeinden ausgelegt. Der Abschnitt Dorfen-Heldenstein knüpft im Westen an die Trasse Pastetten-Dorfen an und führt die A94 in östlicher Richtung bis zum Anschluss an den im Bau befindlichen Abschnitt Heldenstein-Ampfing fort.

Die Gegner der Trasse durchs Isental machen sich für den Ausbau der vielbefahrenen B12 zur Autobahn stark. Sie sind aber mit einer Reihe von Prozessen gescheitert, zuletzt vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) mit Klagen gegen die Planung des 17 Kilometer langen Abschnitts zwischen Pastetten und Dorfen.

Die A94 soll Südostbayern an den Ballungsraum München anbinden. Um ihren Bau wird seit 35 Jahren zwischen örtlich Betroffenen und Naturschützern auf der einen und dem Staat auf der anderen Seite heftig gerungen. Die Trasse durchs Isental ist zum Symbol des Widerstands gegen Landschaftszerstörung geworden. Rund die Hälfte der gesamten Autobahn ist bereits fertig.

dpa

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