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Gunther von Hagens streitet sich mit der Stadt Augsburg.

Plastinator klagt gegen Sex-Akt-Verbot

Augsburg - Der umstrittene Plastinator Gunther von Hagens hat beim Verwaltungsgericht in Augsburg Klage gegen das Verbot eingelegt, einen plastinierten Sexual-Akt in seiner Körperwelten-Ausstellung zu zeigen.

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Eine Entscheidung in dem Eilverfahren sollte noch am Freitag fallen, sagte Gerichtssprecherin. Von Hagens hatte sich mit seiner Klage auf eine Ausführung des Gerichts in einem ersten Verbots-Urteil bezogen, wonach er einzelne Exponate seiner Augsburger Schau der Stadt nicht zur Genehmigung vorlegen müsse. Die Stadt ihrerseits prüft noch, gegen diese Auffassung vor den Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München zu ziehen. Die Präsentation eines liegenden Aktes war vom Verwaltungsgericht verboten worden, da es Zweifel an der Einwilligung des betreffenden Mannes an der Darstellung geben hatte. Dieser lebte vor seinem Tod in einem Heim und soll dement gewesen sein. Für diesen Fall hatte das Gericht eine Verletzung der Menschenwürde durch die Liebesakt-Darstellung gesehen. Nachdem von Hagens am Donnerstag einen zweiten Sex-Akt enthüllt hatte, war die Stadt Augsburg dagegen eingeschritten. Sie hatte ein erneutes Verbot der Darstellung erlassen, den Akt verhüllt und den Ausstellungsraum unzugänglich gemacht. Von Hagens hatte dies als Zensur und Bevormundung bezeichnet.

Bilder von dem umstrittenen "Liegenden Akt"

Verboten: Leichen beim Liebensakt

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