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Prominente aller Art haben Edmund Stoiber zu seinem Geburtstag gratuliert.

Merkel zu Stoiber: "Bleib unbequem"

München - Es war eine Gala zu seinen Ehren - und mit staatstragender Gratulantenschar: Zum 70. Geburtstag des früheren Ministerpräsidenten Edmund Stoiber haben ihm zahlreiche Politiker und Weggefährten die Ehre erwiesen.

Einer der ersten telefonischen Gratulanten war am Morgen Russlands Premierminister Wladimir Putin, am Abend sprachen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso herzliche Worte auf den “lieben Edmund“.

Merkel erinnerte an die nicht immer leichten Zeiten mit dem früheren CSU-Chef, der ihr einst die Kanzlerkandidatur für die Union abrang. “Wir haben dem deutschen Frühstück mit unserem Frühstück in Wolfratshausen wieder zu Achtung und Anerkennung verholfen“, scherzte die Kanzlerin in Gedenken an jenen Tag der Entscheidung. Sie gestand ein, von Stoiber einiges gelernt zu haben im politischen Streit und erinnerte auch an seine Worte, die sie und den - am Mittwochabend ebenfalls anwesenden - damaligen FDP-Chef Guido Westerwelle als “eher Leichtmatrosen denn Schwergewichte“ beschrieben. “Und heute sitzen wir als Freunde vor Dir“, sagte Merkel, die Stoiber zu seinem 70. Geburtstag ausdrücklich bat: “Bleib unbequem, geh uns auf die Nerven - dann bist Du am besten und für alle kommt etwas dabei raus.“

Barroso, der seine Rede auf Stoiber komplett auf deutsch hielt, nannte ihn einen leidenschaftlichen Europäer “mit Ratio und Pathos, mit Vernunft und Leidenschaft“ wie die EU sie gerade in diesen schweren Zeiten brauche. Als er Stoiber 2007 gefragt habe “Willst Du mir helfen, in Europa die Bürokratie abzubauen?“, hätten viele mit dem Kopf geschüttelt und manch EU-Beamten habe der Angstschweiß auf der Stirn gestanden. Und doch habe er recht behalten, sagte Barroso. Stoiber habe bereits viel erreicht im Abbau der Europabürokratie.

Edmund Stoiber wird 70: Die Bilder

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Ministerpräsident Horst Seehofer erinnerte an gemeinsame Zeiten mit CSU-Übervater Franz Josef Strauß und stellte seinem Vorvorgänger, dem “Vater des modernen Bayern“ ein dreifach gutes Zeugnis aus. “Er ist ein leidenschaftlicher Bayer, ein deutscher Patriot und ein europäischer Statsmann“, sagte Seehofer über Stoiber. Dieser dankte im Anschluss neben allen Rednern und seiner Frau Karin vor allem eben Strauß, der ihn politische entdeckt und ihn vieles gelehrt habe.

Stoiber als leidenschaftlichen Fußballfan würdigte FC Bayern-Präsident Uli Hoeneß. Immerhin sei Stoiber seit 1966 Mitglied des Vereins, dessen Aufsichtsrat er heute ist. Diesbezüglich habe zumindest der FC Bayern und sein Aufsichtsrat profitiert, als Stoiber 2007 von der eigenen Fraktion aus dem Amt gedrängt worden ist.

Putin hatte Stoiber bereits am Morgen für die guten Beziehungen zwischen Bayern und Russland gedankt, die dieser in der Nachfolge von Franz Josef Strauß ganz wesentlich vorangetrieben habe. Zudem habe er Stoiber zu einem baldigen Besuch in den Kreml eingeladen, unter anderem um mit ihm über Europa zu sprechen. Stoiber habe den Besuch zugesagt, hieß es.

Den großen Geburtstagsempfang im Prinzregententheater gab am Mittwoch die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw). Die CSU richtet am Freitag ihren Empfang aus, die CSU-Landtagsfraktion will zudem am 12. Oktober einen eigenen Empfang für Stoiber geben. Stoiber war 2007 nach knapp 14 Jahren als Ministerpräsident von der CSU-Landtagsfraktion zum Rückzug gezwungen worden.

dpa

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