+
Ein neues digitales Geschwindigkeitsmessgeräten der Polizei wird am Mittwoch (02.09.2009) in Lichtenfels (Oberfranken) vor seinem Einsatz ins Lot gesetzt. Das erste von zunächst 14 digitalen Geschwindigkeitsmessgeräten wurde dabei in Betrieb genommen.

Bessere Technik gegen Raser: Polizei bekommt neue "Blitzer"

Lichtenfels - Die bayerische Polizei bekommt neue Blitzer. Das erste von zunächst 14 digitalen Geschwindigkeitsmessgeräten ist am Mittwoch in Lichtenfels in Betrieb gegangen.

Die neue Technik soll nach Angaben von Oberfrankens Polizeipräsident Gerhard Bauer mit dazu beitragen, die Zahl der schweren Unfälle infolge überhöhter Geschwindigkeit zu reduzieren. Zu schnelles Fahren ist laut Bauer die Unfallursache Nummer eins. Jeder dritte tödliche Verkehrsunfall ist die Folge einer Geschwindigkeitsüberschreitung.

Die Foto- und Messeinheiten sind deutlich kleiner als die bisherige Technik. Sie lassen sich deshalb auch verdeckt außerhalb oder unterhalb der Leitplanken platzieren. “Das dient nicht dazu, die Autofahrer zu ärgern“, sagte Bauer bei der Vorstellung. Vielmehr soll auch die Zahl gefährlicher Bremsmanöver beim Erkennen eine Messstelle verringert werden. Die digitale Technik steigert auch die Beweissicherheit bei der wachsenden Zahl von Einsprüchen gegen Bußgeldbescheide und bei Verkehrsstrafsachen.

Das neue “ES 3.0“ verfügt über einen Einseitensensor. Damit entfällt das gefährliche Aufstellen eines zweites Gerät auf der gegenüberliegenden Seite mehrspuriger Straßen wie bei einer Lichtschranke. Die Daten werden in einem Messfahrzeug aufgezeichnet. Dort kontrolliert ein Beamter auf einem per Fingerdruck steuerbaren Monitor die Beanstandungen. An einer wenige hundert Meter entfernten Anhaltestelle können die Polizisten Raser Sekunden später auf einem Bildschirm mit ihrem Fehlverhalten konfrontieren, erläuterte Oberfrankens Polizeichef den pädagogischen Effekt.

Weitere Vorteile sind nach Angaben von Projektleiter Werner Meier von der Verkehrspolizei in Nürnberg die Verschlüsselung der digitalen Bilddaten und deren Verknüpfung mit den Messdaten. Die neue Technik ermöglicht auch eine automatisierte Halterabfrage mit der Erstellung eines Anhörungsbogens und dessen Versendung mit dem Bild des Betroffenen. So wird eine lückenlose Dokumentation von Verkehrsverstößen vor Gericht sichergestellt. Bis Ende dieses Jahres sollen 13 weitere Geräte angeschafft werden, mindestens eines pro Polizeipräsidium.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Warnung vor strengem Frost: Deutscher Wetterdienst erwartet extreme Kältenacht
Bayern bleibt ein unangenehmes Wetter erhalten. Ein Meteorologe warnt vor Kältetoten und Temperaturen um minus 20 Grad. Zur Wetter-Prognose.
Warnung vor strengem Frost: Deutscher Wetterdienst erwartet extreme Kältenacht
Frau verliert Bewusstsein und fährt in Eisenzaun - Tod in Klinik
Eine Frau ist mit ihrem Wagen von der Straße abgekommen und in einen Eisenzaun gekracht. Mit fatalen Folgen. 
Frau verliert Bewusstsein und fährt in Eisenzaun - Tod in Klinik
Trotz Finanzskandal: Eichstätter Bischof Hanke bleibt im Amt
Der millionenschwere Finanzskandal erschüttert das Bistum Eichstätt bis in die Grundfesten. Nur einer sitzt fest im Sattel und wird dort auch bleiben: Der Bischof des …
Trotz Finanzskandal: Eichstätter Bischof Hanke bleibt im Amt
Lawinen-Gefahr in den Alpen: Mäßig bis gering - darauf sollten Skifahrer trotzdem achten
Lawinen in Bayern und Tirol: Hier erfahren Sie alles zu Lawinenwarndienst, Gefahrenstufe und aktueller Lage in unserem Ticker.
Lawinen-Gefahr in den Alpen: Mäßig bis gering - darauf sollten Skifahrer trotzdem achten

Kommentare