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Der selbsternannte König von Ashanti im Kreise seiner Untertanen.

74-Jährigem droht Anzeige

Dieser Konsul ist ein Lügenbaron

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Kirchroth - Als Konsul aus dem “Fürstentum Lichtenberg" und König von “Ashanti Ghana" hat sich ein 74-Jähriger in Niederbayern ausgegeben - bis er bei einer Verkehrskontrolle entlarvt wurde.

Bei einer Verkehrskontrolle in Kirchroth im Landkreis Straubing-Bogen überreichte der Autofahrer den erstaunten Beamten einen Diplomatenpass aus dem fiktiven Fürstentum und zeigte ihnen ein Foto von sich - in herrschaftlicher afrikanischer Kleidung. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, entlarvte die Überprüfung des Diplomatenpasses diesen jedoch als Fantasiedokument. Dem vermeintlichen Konsul wurde daraufhin noch vor Ort der Titel aberkannt. Da half dem Gernegroß auch der Aufkleber mit den Buchstaben CC für Corps Consulaire (Konsularisches Korps) auf seinem Renault nichts.

Der Mann blieb bei der Prozedur stets freundlich, berichten die Beamten, schließlich verfügte er noch über weitere Titel. Der 74-Jährige Aufschneider hatte sich nämlich darüberhinaus nicht gerade bescheiden auch noch zum Professor, Minister und Senator h.c. gemacht.

Nun droht dem Mann ein Strafverfahren wegen Urkundenfälschung und Missbrauch von Titeln. Dem sieht der Hochstapler laut Polizeibericht jedoch gelassen entgegen: Aufgrund seines „Standes“ wähnt er sich durch die ihm (vermeintlich) obliegende Immunität vor polizeilichen Ermittlungen geschützt.

Da er aber immerhin verkehrstüchtig war, durfte "Seine falsche Majestät" weiterfahren.

dpa/hn

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